5 Fragen an: Miss Kenichi

Miss KenichiMiss Kenichi, eine umfassend begabte Musikerin, Theaterschauspielerin und Malerin, die eben noch mit ihren wunderschön melancholischen Songs auf Tour war, erzählt im Interview mit dem LAXMag von ihren musikalischen Vorbildern, dem Songschreiben, dem neuen Album und ihrem Traumtag. 

Du tourst mit Earl Harvin, der als Schlagzeuger auch mit den Tindersticks oder Air zusammenarbeitet. Wie kam denn diese spannende Kollaboration zustande?

Hahner: Ich erpresse ihn.

Mit welchen anderen Größen aus dem Musikbusiness, egal ob tot oder lebendig, würdest du gerne (noch) zusammenarbeiten und warum?

Hahner: Ich wäre gern bei einem Samstagsspaziergang von Andy Warhol und Truman Capote durch New York dabei, um sie dann abends bei ein paar trockenen Martinis Billie Holliday singen zu hören... und dann am nächsten Morgen verkatert mit Paul Newman und Martin Ritt in die Wüste fahren und beim Dreh von HUD dabeisein.

Du hast erzählt, du schreibst viele Songs aus der Perspektive von anderen Personen heraus, aber auch einzeln persönliche Stücke. Was fällt dir denn leichter, dich in andere hineinzuversetzen oder die eigenen Gefühle zu vertonen?

Hahner: Ist gleich schwer, beziehungsweise leicht. Aber ehrlich gesagt beobachte ich nicht so genau, was und wie ich das mache.

Wann kommt dein neues Album raus und was dürfen wir uns davon erwarten?

Hahner: Ich hoffe, es kommt bis Frühjahr 2011. Es werden natürlich wundervolle Leute daran mitarbeiten. Mal den Globus drehen. Ich weiss noch nicht, wo ich es aufnehmen werde.

Zuletzt eine Frage, die wir allen Interviewpartnern stellen: Was war das aufregendste, was dir jemals in deiner Künstlerlaufbahn als Miss Kenichi passiert ist?

Hahner: Ich durfte Harry Belafonte kennenlernen und habe festgestellt, dass er einer der liebenswürdigsten und beseeltesten Menschen ist, die ich bis jetzt getroffen habe. Ich hatte eigentlich nichts erwartet, umso mehr hat mich dieses Treffen dann berührt. Wirklich berührt. Das war und ist immer noch wunderbar. Aber eigentlich gibt es immer etwas Aufregendes. Ob am Ammersee oder am Sunset Boulevard. Das Große steckt im Kleinen. Man muss es nur sehen.

Bei Katrin Hahner alias Miss Kenichi bedankt sich für das Interview: Christine Bulla


(2010)

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