Blood Red Shoes: München

Blood Red Shoes in München
Einst präsentierten sie sich als Support von Maximo Park. Derzeit stellen sie ihre Mainact-Tauglichkeit vor eigenem Publikum unter Beweis. Gestern spielten Laura-Mary Carter und Steven Ansell aus Brighton im Münchener Atomic Café auf und trafen auf ein wohlwollendes Publikum. Sie Gitarre, er Schlagzeug - ja, so kann man mit minimalistischsten Mitteln ein Publikum verzücken. So wie es Ginger Roers damals tat, als sie sich in ihren Schuhen die Füße blutig tanzte. Das nämlich soll die Geschichte hinter dem Bandnamen Blood Red Shoes sein.

 

Zwischen der Gründung der Blood Red Shoes im Jahr 2005 und ihrem Donnerwetter im Atomic Café liegen etwa 200 Konzerte und fünf veröffentlichte Singles. Man muss der Fairness halber gleich vorausschicken, dass die Studioaufnahmen überhaupt nichts mit einem Live-Konzert der beiden zu tun haben. Dass es laut wird, war zu erwarten. Dass ich mir allerdings bei meinem Lieblingssong „It`s getting boring by the sea" Ohrschützer herbei sehne, hätte ich nicht vermutet.

 

Was mich am meisten beeindruckte, war wie unglaublich schnell Ansell trommelte und dazu auch noch sang. So wie er auf seinem Stuhl herum zappelte, war es fast unmöglich einen Ton präzise zu treffen. Es schien aber kein Problem für ihn zu sein. Carter war oft sehr viel schlechter zu verstehen als Ansell. Ihre Stimme wirkte dünn, so als würde sie sich mit ihrem eigenen Gitarrenspiel daran hindern, gehört zu werden. Trotzdem passte ihr Gesang zu den harten Riffs und erdbebenhaften Drums wie die Faust aufs Auge. (Sandra Marsch)


(29.10.2007)

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