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The Album Leaf: München
Monday, 08 March 2010 16:51

albumleaf_feierwerk.jpgEhrfürchtig still ist das Publikum im Münchner Hansa 39 während des Konzerts von The Album Leaf. Das bemerkt auch Jimmy LaValle, Kopf und Gründer der Post-Rock Band. Still muss es aber auch sein bei der Performance seiner fein komponierten Stücke, um das Gesamtkunstwerk aller filigranen Nuancen richtig zu erleben. Tine und Sara vom LAXMag waren für euch dabei.

Die Musiker stehen komplett im Dunklen, nur an den Mikrofonständern hängende LED Stäbe erhellen die Bühne mit ihren wechselnden Farben. Auf eine Leinwand werden kurze Videofilme projiziert, die unter anderem Impressionen aus der Natur wiedergeben. Da sieht man z.B. Wolken bei There Is A Wind.

Begonnen hat LaValle sein Projekt alleine im eigenen Keller, für sein aktuelles Album A Chorus Of Storytellers hat er seine Liveband ins Studio gebeten. Sie sind es auch, die ihn beim Auftakt seiner Deutschland-Konzerte begleiten - stimmlich als auch an ihren Instrumenten: Schlagzeug, Gitarre, Bass und viel technisches Gerät haben sie mit auf der Bühne. Leider sind wohl keine geeigneten Streicher dem Aufruf der Band gefolgt, sie heute musikalisch zu unterstützen, weshalb Matt Resovich an der Violine alleine bleibt.

Mit Perro, dem ersten Song der neuen Platte, wird die Show eröffnet und der dortigen Reihenfolge treu, werden die ersten fünf Lieder gespielt. Danach kommt es endlich zur Kontaktaufnahme mit dem Publikum und dem Hinweis, sie würden von jetzt an auch ältere Stücke spielen. Es folgen Songs wie Writings On The Wall oder Wherever I Go.

Wie in einem Traum fühlt sich das Konzert an, ein Traum, bei dem man nach dem Aufwachen etwas schmerzlich vermisst. Es sind zu schöne Stücke, vom glockenartigen Klang des Rhodes und orgelartigen Klang der Moogs getragen, von Bass und Schlagzeug vorangetrieben und mit Violine und Glockenspiel verziert. Märchenhaft und entspannend fühlt es sich an.

Ein Zugabenset halten sie bereit, dort mit Always For You ein Stück, welches das Publikum ein wenig aus der Trance holt, es aber trotzdem nicht zum Tanzen animiert, wie es sich der Bassist vorher gewünscht hat. Zu sehr ist man in den eigenen Gedanken, der persönlichen Traumwelt, versunken. Dann folgt nach Red Eye das Aufwachen. Erholt und glücklich, obwohl der Traum leider mal wieder viel zu kurz war. Text: Christine Bulla, Fotos: Sara Haußleiter

(7.3.10)




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