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Thee Nine: Nachruf mit Debüt
Sunday, 20 January 2008 02:49

Der Erfolg ihres Debüts kann ihnen jetzt wohl egal sein: Thee Nine
Verderben kann so grausam sein. Gestern noch hat man Thee Nine für ihre Musik die Füße geküsst, heute schon bleibt uns alleinig ihr Debütalbum zum Trost. Zum Trost worüber? Über die Trennung einer Band, der wir definitiv mehr als drei Jahre Existenz zugesprochen hatten.

 

Wer später mal Punkstar werden will, muss einige Voraussetzungen erfüllen: Eine Stimme so dreckig wie der Straßenasphalt, Gitarren so laut und berauschend wie eine Großdemonstration. Doch dass auch diese gelungene Kombi nicht immer den lang andauernden Erfolg einer Band bedeutet, zeigen Thee Nine dieser Tage. An der Nachfrage sollte es allerdings nicht mangeln.

Am 18. Januar 2008 ist ihr Debütalbum „Nitty Magik“ erschienen, auf das Fans und Lokalpresse sehnlich gewartet haben. Bei einem richtigen Label. Eine Tour haben die Jungs letzten Winter bereits hinter sich gebracht, in München durften Thee Nine die Halbgötter des Indie-Rock Harmful supporten. Viel versprechende Karriere für eine Münchner Band, die sich überhaupt erst 2004 zusammengefunden hat.
Damals haben sich Gab, Martin und Flo aus einer gewissen Not einander angeschlossen. Ein Ventil musste her für angestaute Ideen und die Weltgeschehnisse an sich.

Nach „Nitty Magik“ scheint dieses Ventil verblasen zu sein, sämtliche Ideen verarbeitet, denn während Red Can Records fein säuberlich das Plattenrelease für Thee Nine vorbereitet, lösen die sich einfach auf: „Haben sich bis zum Stillstand entschleunigt und hinterlassen uns ein grandioses Album „Nitty Magik“! Amen.“ Wir danken, während die Band abdankt, und trauern um eine Gruppe, die auf ihr Potential ein Häufchen macht.




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