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Moosenmättle 10: So war's
Thursday, 19 August 2010 14:32
Moosenmättle Open AIr 2010Knapp 1.000 Besucher wussten, warum sie den weiten Weg in die unendlichen Tiefen des Schwarzwaldes angetreten hatten: Sechs Bands hatten die kleine Lichtung des Moosenmättle voll im Griff und spätestens nach 22 Uhr dann auch das Publikum.

Es war eine Überraschung für alle, die pünktlich zur Öffnung der Tore beim Moosenmättle Open Air am Start waren: Die Sonne schien, der Boden war trocken, die erste Band dazu bereit, das heimelige Festival bei Wolfach im Kinzigtal für dieses Jahr zu eröffnen. So sollten sie sein, die richtigen Bedingungen für einen Abend voller Gitarren-Schranzerei und deftigen Bässen, mit alten Bekannten und einer Combo, die eigentlich schon im vergangenen Jahr das Line-up komplettieren wollte.
Die mit Abstand faszinierendste und schockierendste Show des Abends lieferten die Kopfschüttler von Powerwolf, ihrerseits eine der wirklich beeindruckendsten Metal-Band des Landes.

Musikalisch hochwertigste Band des Abends: A5 Richtung Wir
Musikalisch bewegendste Band des Abends: Lacuna
Mitreißendste Band des Abends: Powerwolf
Vielversprechendste Band des Abends: The Jerks
Überraschendste Newcomerband des Abend: Purify
Stimmungsmacher des Abends: Contenance In The Fridge

Die noch lernfähigen Youngstars von The Rebels und die Stimmungs-Garanten und Lokalmatadoren Desaster Area, die inzwischen zum musikalischen Inventar des Festivals gehören, spielten außer Konkurrenz.

Ein bunter Reigen an Bands hat sich hier versammelt, für jeden Liebhaber von Gitarrenmusik gab es eine Gruppe, die man in Herz schließen konnte. Während die jungen, aber dennoch sehr erfahrenen und abgezockt auftretenden A5 Richtung Wir eher die Gitarren-Pop-Schiene fuhren, punkteten Lacuna mit energiereichem Rock. Die Band aus dem Saarland konnte schon Jahre zuvor auf dem MOA überzeugen - man weiß mittlerweile im Kinzigtal, das man von Lacuna gute Auftritte erwarten kann.

The Jerks aus Stuttgart wurden hingegen etwas punkiger, die ersten beiden Songs des Auftritts könnt Ihr euch weiter unten als Clip anschauen. Contenance In The Fridge war die wohl vielseitigste Band des Abends, mit einem vielschichtigen Mix aus Ska, Reggae, Punk, Jazz oder Samba.

Purify prügelten genauso konsequent wie überzeugend auf ihre Instrumente ein, dass überraschend guter Metal-Rock aus den Boxen dröhnte. Das Highlight des Abends stellte der Headliner Powerwolf da. Überraschte es den ein oder anderen, dass die Veranstalter - obwohl die erste Band schon spielte - den Bühnengraben einen Meter breiter machen musste, war beim Auftritt relativ schnell klar, warum die Metaller hier großen Wert drauf legten. Denn neben Ventilatoren, die die Metall-Mähnen der Bandmitglieder im Achtziger-Jahre-Style nach hinten wehten, schossen regelmäßig Feuerfontainen in die Luft. Eine Show, die nicht nur Metall-Fans überzeugte, denn die Bandmitglieder - die sich Backstage länger geschminkt haben, als manche Frau zu Hause im Badezimmer -  spielten ihren Power-Metal so souverän und glaubwürdig runter, dass man den Segen des Sängers, der (Pseudo-)Blut aus einem Kelch trank, gerne mit nach Hause nahm. Text: Nina-Carissima Schönrock, Dominik Hoferer, Fotos: Sascha Arendt

The Jerks auf dem Moosenmättle 2010





MOA
beitzi 2010-09-04 17:23:44

geil wars!!! Danke für das Video!
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