| 5 Fragen an: Plus Guest |
| Tuesday, 14 July 2009 14:52 | |||
Frankreich bringt uns eine neue Lieblingsband ins Land: Plus Guest. Überzeugt von der Durchschlagskraft ihrer Musik und begeistert von den Klängen wollten wir mehr über die Indie-Rocker erfahren. Drummer und Manager der Band Julien stand uns deswegen Rede und Antwort. In eurer Heimat Frankreich gehört schon zur Indie-Prominenz, hierzulande kennt man euch bisher eher weniger. Julien: Letztes Jahr haben wir ehrlich gesagt öfters in Deutschland als in Frankreich gespielt. Wir lieben es wirklich, hier aufzutreten und seit wir im letzten Jahr eine Band namens Dr. Norton in Berlin kennen gelernt haben, verbringen wir dort sogar den Großteil unserer Zeit. Bis jetzt wurde allerdings unser Debütalbum nur in Frankreich veröffentlicht, im April bei Deaf Rock Records. Aber die Dinge entwickeln sich ganz gut zur Zeit und deshalb soll die Platte im September oder Oktober 2009 auch in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Belgien erscheinen. Unser Label steht bereits mit anderen Firmen in Kontakt und mit zwei Booking-Agenturen in Deutschland sind bereits Verträge unterschrieben. Von daher würde ich sagen, dass ihr recht bald von uns hören werdet, wenn ihr das bisher noch nicht habt. Die Dinge werden in den nächsten Monaten fix gemacht. Deutschland passt so gut zu unserer Musik! Wie hat das alles mit Plus Guest eigentlich angefangen – und wo soll es hingehen? Julien: Wir kommen alle vier aus Punk-Pop-Bands, in denen wir Gitarre gespielt und gesungen haben. Wir hatten uns entschlossen, ein Nebenprojekt zu starten, das ein bisschen anders war als das, was wir sonst gemacht haben. Die Zeiten ändern sich und unsere früheren Bands haben sich getrennt, wegen des wachsenden Aufwands und dem Arbeitsrhythmus von Plus Guest. Mitte 2006 haben wir dann angefangen, und in einen Proberaum einzuschließen, um noch andere Instrumente außer der Gitarre zu lernen, schließlich haben wir auch einen Schlagzeuger, einen Bassisten und einen richtigen Sänger gebraucht. Inzwischen spielen wir jetzt seit zwei Jahren auf der Bühne und ich habe keine Ahnung, wo das mal enden soll. Ich bin mir nicht sicher, ob es „irgendwo hingehen“ soll. Es geht professionell voran und zum Rest kann ich nur sagen: Lass es passieren. Welche drei Dinge, die nichts mit eurem Handwerk zu tun haben, braucht ihr unbedingt, wenn ihr euch zum gemeinsamen Songschreiben zurückzieht? Julien: Ein Licht, einen Kassettenrekorder, ein Glas Wein mit einem Stück Brot. Zur Erklärung: Gott hat uns den Song gegeben. Er kommt in unser Leben, er braucht ein Licht – Gott kommt nur mit Licht vom Himmel auf die Erde. Okay, du musst wissen, dass wir ganz am Anfang God Plus Guest hießen, weil Bob Dylan und Band bereits vergeben war. Und es klang originell. Aber Gott, der Freund aller, ist wirklich der schüchternste Typ, den ich kenne. Daher haben wir beschlossen, seine Wahl zu respektieren und uns in Plus Guest umbenannt. Wie dem auch sei, um seinem Typ gerecht zu werden und seine Aufgabe bei uns zu erfüllen, blieb er weiterhin der eigentliche Frontmann unserer Band. Er schreibt alle Songs und pustet sie uns in die Ohren durch das Licht, das vom Kassettenrekorder aufgenommen wird. Um ihm dafür zu danken und mit dem Ziel, dass er sich bei uns wohl fühlt, bringen wir zu jeder Probe Brot und Wein mit. Und das ist alles wahr, nichts als wahr. Stell dir vor: Ihr seid 50 Jahre alt und bekommt eine Titelstory. Wie sollte die Überschrift lauten? Julien: "Behalte deine Schuhe an". Welches war der beeindruckendste Moment für dich mit Plus Guest? Julien: Anfang Juni haben wir auf einem Festival vor 8.000 Leuten gespielt. Das war eine verdammt große Erfahrung. Ich weiß nicht, ob es der beste oder das schlechteste Moment ist oder bleibt, aber ich weiß auch nicht, welches das beste Album von mir ist. Und so geht es mir auch mit momentanen Gefühlen. Bei Julien von Plus Guest bedankt sich für das Interview: Nina-Carissima Schönrock (2009)
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Ich bin Fan von religiösen Gemälden und Bilderwelten. Meine Mutter sagt immer, dass meine Zeichnungen aussehen wie die Bilder von Hieronymus Bosch.
Jonny Sanders, Pete & The Pirates
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