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5 Fragen an: Lucky Jim
Sunday, 23 May 2010 14:40

Lucky JimMit einer frisch erschienenen Single und einem Album namens Linden Tree in den Startlöchern erfreut Lucky Jim, der im wahren Leben Gordon Grahame heißt, seine Zuhörerschaft. Vielleicht kennen einige seine Song aus diversen Serien oder auch aus dem Film Die fetten Jahre sind Vorbei. Im Interview gibt er unter anderem Einblicke in sein kommendes Album, in das Entstehen seiner Songs und in Pläne, die noch in den Kinderschuhen stecken.

Deine neue Single Jellybean Confessional/Wheels erschien gerade und ein Album wird folgen. Wie würdest du deinen Musikstil Menschen beschreiben die deine Musik noch nicht kennen?

Lucky Jim:
In Jellybean Confessional schwingen Klänge der 70er mit, die an Fleetwood Mac oder einen frühen Elton John erinnern, allerdings hört es sich etwas düsterer an und meine Gainsbouroug/Cohen Einflüsse durchdringen den Song.
Wheels
ist ein akustisches Roadmovie. Ich bin für akustische Musik bekannt, mein Stil reicht aber auch in andere Stilrichtungen. Ich denke meine Texte sind gleichbedeutend zur Musik, wenn nicht bedeutender. Sie sind ein Produkt des jahrelangen Lesens von visionären Schriftstellern und okkulter Literatur und die gehören natürlich zu mir und meinem Leben.

Ich nehme an du arbeitest noch an deinem neuen Album? Wie läuft es und kannst du uns erzählen was uns erwartet?

Lucky Jim: Ich habe die Arbeiten zu einem Folk Album mit Tim Bidwell als Produzent beendet. Es ist das Produkt eines intensiven Schreibanfalls, wahrscheinlich intensiver als ich es je zuvor erlebt habe. Es heißt Linden Tree und ich bin zufrieden damit. Ich denke es wird einiges an Konzentration und wiederholendes Hören brauchen, um als Hörer darin versinken zu können. Mit seinen ungefähr 36 Minuten ist es wirklich vollgestopft von Gefühlen und Tiefgründigkeit.

Was hat dich beeinflusst als du die neuen Songs geschrieben, welche Ideen und Intentionen stecken dahinter?

Lucky Jim: Ich habe versucht eine einfache Sprache zu verwenden um verschiedene Bedeutungsebenen und -tiefen auszudrücken. Es folgt Bedeutung auf Bedeutung und vieles kann wörtlich genommen werden um dann plötzlich etwas anderes enthüllen. Das ist schwieriger zu beschreiben, als es zu erleben!

Wie entscheidest du, welche Titel dann letztendlich aufs Album kommen?

Lucky Jim: Praktisch sieht es so aus, dass sobald ich mich für die Schlüsseltracks entschieden habe, die anderen, die im Einklang zur bisherigen musikalischen Umgebung stehen, folgen. Es geht viel um meine Vergangenheit in diesen Liedern, fast sind es Geister die ich heraufbeschworen habe. Dieses Songs werden regelrecht verfolgt von Personen und Bedauern und Momenten aus einer anderen Zeit. Wenn diese Dinge dann in Musik gepackt werden, werden sie natürlich eher zu schönen als zu hässliche und schmerzhaften Erfahrungen. Zumindest hoffe ich das!

In der Vergangenheit hast du auch Cover-Lieder gespielt, zum Beispiel Famous Blue Raincoat oder Hallelujah. Was braucht ein Song, um von dir gecovert zu werden?

Lucky Jim: Nun ja, ich habe jahrelang in Bars gespielt und da hab ich alles gespielt, von Bowie bis Frank Sinatra. Es ist also in meinem Blut.
Bei Hallelujah wurde ich gefragt, ob ich es für Die fetten Jahre sind Vorbei aufnehmen wolle, da hab ich als nicht viel darüber nachgedacht. Bei Raincoat weiß ich nicht was ich mir dabei dachte, denn ich finde meine Interpretation nicht besonders gut.
Cover funktionieren für mich besser wenn sie spontan und live passieren.
Obwohl ich Pläne habe, ein ganzes Album zu covern. Ich weiß, dass Pussy Galore das schon mit Exile in Main Street gemacht hat, und ich mochte die Idee schon immer. Ich hab ein Album im Kopf, aber das werde ich erstmal geheim halten.

 

Bei Lucky Jim bedankt sich für das Interview: Rebekka Schwarz

Anmerkung: Unsere übliche letzte Frage nach dem bedeutendste Moment als Künstler konnte Lucky Jim, so gerne er es wollte, nicht beantworten.

(2010)




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