| 5 Fragen an: tusq |
| Monday, 31 May 2010 00:00 | |||
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Ihr wart ja alle vorher schon in anderen Bands am Werk, wie zum Beispiel Herrenmagazin oder Schrottgrenze. Wie kam es denn zur Gründung von tusq? Uli: Gegründet wurde die Band irgendwann 2008 per SMS von Timo und mir. Beide blickten bereits auf eine bewegte Geschichte in anderen Bands zurück, deren Wege sich in den vergangenen 13 Jahren oft kreuzten, zum Beispiel auf gemeinsamen Touren von Schrottgrenze und D-Sailors. 2009 kam es dazu, dass beide neue musikalische Herausforderungen suchten und so die Gründung einer neuen Band in die Wege leiteten. Wir haben ein paar Schlagzeuger und Bassisten ausprobiert und uns schließlich für Hamburg als Standort entschieden. Uli wohnt in Berlin und pendelte zu den Proben. Nach ein paar Monaten konstituierte sich die Band mit Holger Lüken am Schlagzeug (ehemals The Coalfield, Marathon) und Paul Konopacka (Herrenmagazin) in einem fensterlosen, kalten Proberaumbunker. Herausgekommen ist die Band tusq, in der wir alle unsere musikalischen Vorlieben teilen und leben. Den Bandnamen gab es damals übrigens noch nicht, den haben wir erst auf dem Weg nach Finnland im Januar 2010 gefunden. Uli: Wir haben mit einem deutschen Produzenten aufgenommen, sein Name ist Jürgen Hendlmeier, der so um die Jahrtausendwende wegen der Liebe nach Helsinki gezogen ist und sich dort über die Jahre einen guten Namen gemacht und einige namhafte finnische Bands produziert hat (zum Beispiel Flaming Sideburns, Lodger...). Timo und Jürgen haben sich vor einigen Jahren in Deutschland kennengelernt und seitdem Kontakt gehalten. Es war immer Timos Traum in Skandinavien aufzunehmen, es gab auch schon Pläne mit Schrottgrenze dort aufzunehmen, aber das hat aus verschiedenen Gründen nicht geklappt. Als wir dann tusq ins Leben riefen, war es von Anfang an klar, dass wir versuchen wollten mit Jürgen zu arbeiten. Die Basics haben wir in einem abgelegenen Studio in Lahti aufgenommen, da war wirklich fast nichts um uns herum, nur anderthalb Meter Schnee, Skilanglaufloipen und fünf Stunden Sonnenlicht pro Tag. Wir konnten uns einfach mehr auf die Aufnahmen konzentrieren, ohne durch irgendwas abgelenkt zu sein. Es war uns wichtig unsere Platte woanders, als zum Beispiel in Hamburg aufzunehmen, um eine gewisse Distanz zwischen unserem Leben und Alltag zu haben. Dazu kam noch der großartige Winter in Finnland, der bestimmt auch einen Teil der Atmosphäre beigetragen hat. Wir haben dort viel gefilmt, auf unserer Myspaceseite kann man sich einige Studiovideos anschauen. Ihr habt vor kurzem zusammen mit Kashmir in München gespielt. Wie hat es euch gefallen? Und mit welchen Bands würdet ihr sonst gerne mal touren? Holger: Das Konzert hat uns sehr gefallen. Wir mussten zwar erst die Polizei überreden, dass wir zum 59to1 durchkönnen, um unser Equipment auszuladen, denn am gleichen Tag fand der ökumenische Kirchentag statt und alle Straßen um den Club herum waren abgesperrt. Doch wir hatten sehr viel Freude, denn zum einen war es für tusq das erste Konzert in München und zum anderen hatte ich den Eindruck, dass das Publikum sich sehr auf Kashmir gefreut hat, wodurch eine allgemein sehr gute Stimmung herrschte, von der wir auch bei unserem Konzert profitieren konnten. Und es ist natürlich immer eine große Ehre für uns, grandiose Live Bands, wie es eben Kashmir sind, zu supporten. Wir touren am liebsten mit netten Menschen, wie kürzlich zum Beispiel mit Gary. Ansonsten wäre es ein Traum mal mit The Soundtracks Of Our Lives oder Motorpsycho die Bühne zu teilen. Timo: Richtige Ratschläge hat uns eigentlich in dieser kurzen Zeit noch keiner erteilt. Sicherlich gab es einige Zweifler an unserem Aktionismus. Gott sei Dank haben wir uns aber von so etwas nicht beirren lassen. Holger: Die Aufnahmen in Finnland waren natürlich sehr aufregend. Aber auch der ganze Entstehungsprozess des Albums war sehr aufregend und teilweise fragen wir uns, wo die ganzen Songs überhaupt hergekommen sind. An manche Einfälle kann man sich im Nachhinein wirklich nicht mehr erinnern. Aber vielleicht ist es auch ein Zeichen dafür, dass man nicht verkrampft und gewollt an das Album herangegangen ist. Bei den Jungs von tusq bedanken sich: Christine Bulla und Sara Haußleiter
(2010)
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Ich wäre gern bei einem Samstagsspaziergang von Andy Warhol und Truman Capote durch New York dabei, um sie dann abends bei ein paar trockenen Martinis Billie Holliday singen zu hören.
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