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5 Fragen an: Noch ne Band
Friday, 08 July 2011 11:38

nnb.jpgDas musikalische Umfeld, in dem sich Noch ne Band bewegen, ist bereits umfangreich mit deutsch-rockenden Kapellen besetzt. Hat man genau deshalb diesen Namen gewählt, ein Name der so gar nicht passen will zu all den Superlativen, mit denen heutzutage die Musikindustrie im Minutentakt neue Nachwuchsbands auf den Markt spült ...?

Im Juli kann man sich auf dem Moosenmättle Festival von ihrem musikalischen Know-how überzeugen lassen. Vorab gibt's schon mal das Interview ...

Noch ne Band - der Name lädt ein, diskutiert zu werden: Handelt es sich um Selbstironie oder dem Zweifel, sich am hart umkämpften Musikmarkt durchsetzen zu können?

Der Name lässt jedem die Freiheit selbst zu interpretieren, was er in diesem Namen sieht. Es ist ja schließlich nur ein "Name", der auf den ersten Blick so gewöhnlich scheint und auf den zweiten Blick doch etwas Außergewöhnliches ist. Was dahinter steckt, muss man sich eben einfach anhören/ansehen,  um beurteilen zu können, um was es sich handelt. Der Name unserer Band enthält für uns keinerlei Selbstironie oder Zweifel, im Gegenteil, er ist ein klares Statement.

Man erinnert sich an das DSDS-Beispiel Some And Any ... Keine Angst, dass Nomen zum Omen wird?

Kein Name der Welt ist ein Erfolgsgarant im Musikbusiness. Wir vertrauen auf unsere Musik und auf die Menschen da draußen die sie hören wollen. Hätten wir nur die geringsten Zweifel, dass der Name der "Falsche" ist, würden wir das Ganze nicht mit so viel Ehrgeiz und Herzblut durchziehen.

Auch der Name des Debüt-Albums "Lampenfieber" lädt zur Vermutung ein, dass Ihr Euch noch nicht ganz so wohl auf der Bühne fühlt. Wo bleibt das Selbstvertrauen?

Wer auch immer diese Frage stellt, hat diese Band noch nie live gesehen. Der Name Lampenfieber hat nichts mit fehlendem Selbstvertrauen zu tun, sondern viel mehr mit dem Gefühl etwas sehr gut  machen zu wollen. Herzklopfen und Vorfreude sind die Emotionen, die uns antreiben und uns unseren Weg gehen lassen. Die erste Platte ist für jede Band ein ganz  besonderer erster Schritt in dieses Business und da will man natürlich alles richtig machen und hat Lampenfieber.

Dass Ihr Euch nicht zu verstecken braucht, zeigt auch Euer soziales Engagement: 2009 und 2010 seid Ihr durch deutsche Kinderkliniken getourt und habt für krebskranke Kinder gespielt. Werdet Ihr diese Serie fortsetzen, wenn aus Noch ne Band DIE Band wird?

Es geht und ging bei diesen Touren um die Kids, die jeden Tag aufs Neue durchhalten müssen und dabei Unterstützung brauchen. Wir wollen ihnen einfach nur das Gefühl geben und zeigen, dass es Menschen gibt, die an sie denken und diese Einstellung wird sich auch nicht ändern, wo auch immer unser Weg hinführt.

Was war der bisher bewegendste Moment in Eurer Bandgeschichte?

Das kann man gar nicht auf einen bestimmten Moment festlegen. Es ist für uns alle sehr bewegend, wenn man realisiert, dass man mittendrin ist in seinem Traum. Dass man genau das macht, wovon man immer geträumt hat und dass es Menschen gibt, denen wir auch solche bewegende Momente schenken dürfen. Dafür sind wir Musiker.

Bei Noch ne Band bedankt sich für das Interview: Annabelle Bockwoldt



(2011)




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