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5 Fragen an: Behind The Masquerade
Wednesday, 13 July 2011 09:56

5 Fragen an: Behind The MasqueradeBehind The Masquerade wollen auf dem diesjährigen Moosenmättle Open Air die Genregrenzen zwischen Rock, Elektro und anderen Stilrichtungen einreißen. Ihr Sound ist jung, modern, ansprechend und aufgrund der umfangreichen Einflüsse nur schwer zu kategorisieren.

Ende 2007 wurde die Band in  Winnenden bei Stuttgart gegründet. Nur ein gutes Jahr später erlangte das, damals im Schnitt gerade mal 17-jährige, Quintett erste größere Beachtung und konnte sich im Emergenza Finale und anderen regionalen Festivals einen Namen erspielen.

Eure Texte handeln von Illusionen und Wirklichkeit, von Täuschungen und Tatsachen, von Dingen, die man erst beim Blick hinter die Maske entdeckt. Als Inspirationsquelle nennt Ihr George Orwells Dystopie "1984". Was genau hat dieses Werk mit den Themen in Euren Songtexten gemein?

Stephan:
George Orwell hat erkannt, dass nicht alles so gut und perfekt ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Eine schöne Fassade wirft meist einen dunklen Schatten, in dem sich Schlechtes verbergen kann. In Orwells Dystopie wird dies besonders deutlich, da das Schlechte dort erst bei einem Blick hinter die Fassade erkennbar wird. In unseren Texten versuchen wir Gutes und Schlechtes, das wir sehen und wahrnehmen zu einer überspitzten Dualität zu steigern. Diese Dualität stellen wir durch Beleuchtung von Illusionen und Wirklichkeit sowie Täuschungen und Tatsachen dar.

Ist die Welt so düster und (ent)täuschend, wie ihr sie besingt?

Stephan:
, ist sie aus unserer Sicht nicht. Noch nicht. Denn in unserer sich immer weiter technologisierenden Welt, wird der Mensch transparenter. Diese Entwicklung kann dazu führen, dass dystopische Szenarien Realität werden. Totalitäre Systeme können entstehen und die Freiheit des Menschen immer mehr einschränken. Fiktion wird nicht immer Wirklichkeit, aber auch düstere Fiktion kann Wirklichkeit werden. Die Vergangenheit zeigt, dass sich Geschichte wiederholt, aber wir wollen nicht, dass sich die schlechten Dinge wiederholen. Mit unseren Themen versuchen wir deshalb, Menschen zum Denken anzuregen.

Wer dient Euch als musikalische Inspirationsquelle?

Stephan: Inspiration kommt für uns aus jeder Zeit und jedem Genre. Wenn wir uns für etwas begeistern können, ist es egal, aus welcher musikalischen Richtung die Idee stammt.

Wenn Ihr Euch ein Genre aufstempeln lassen müsstet, wo würdet Ihr Euch am liebsten kategorisiert sehen?

Stephan:
besten passt die Bezeichnung "Spheric Electro Power Rock" zu unserer  Musik, da alle musikalischen Elemente, die uns charakterisieren, enthalten sind.

Was war der bislang bewegendste Moment in Eurer Bandgeschichte?

Stephan:
Mal, wenn wir auf der Bühne stehen und sehen, dass wir Meschen begeistern können. Das zeigt uns, dass sich die Arbeit gelohnt hat.

 

Für das Interview bedankt sich bei Stephan von Behind The Masquerade: Annabelle Bockwoldt


(2011)

 




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