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5 Fragen an: Simone Bauer
Monday, 06 February 2012 11:24

5 Fragen an: Simone BauerUnsere Redakteurin Simone Bauer legt eine literarische Umtriebigkeit an den Tag, die für jede Menge Publikationen gesorgt hat. Am 14. März wird sie daher bei Bands'n'Books #10 im Münchner Provisorium aus ihrem Debüt Ganz entschieden unentschieden lesen. Auch die 21-jährige musste die üblichen fünf Fragen beantworten.

Simone hat bereits mehrere Kurzgeschichten wie Munich Girl für SuKuLTuR oder auch Wie Phoenix aus der Asche für die Anthologie Frühlingsflattern von Schwarzkopf & Schwarzkopf veröffentlicht und schreibt für verschiedene Online- und Printzeitschriften wie das LAXMag, MISSY, die Junge Leute-Seite der Süddeutschen Zeitung. Im November 2011 veröffentlichte sie ihren Debütroman Ganz entschieden unentschieden. Darin buhlt ein Star-Wars-liebender Nerd um die Aufmerksamkeit der musikverrückten Hauptfigur. Bei Bands'n'Books wird Simone mit den geheimen Star Wars-Liebhabern The Catberrys auftreten

Welche Gefühle lassen sich durchs Schreiben besser ausdrücken als im "richtigen Leben"?

Simone: Momente des reinen Glücks. Vieles klingt, sobald es ausgesprochen wird, einfach nur kitschig oder doof. Geschrieben kann man aber einen absolut traumhaften Moment erschaffen, der ganz und gar nicht peinlich ist.

Wie viel von dir selbst gibst du in deinen Erzählungen preis?

Simone: Nicht soviel, wie sich einige Leser wohl wünschen. Viele versuchen, zu interpretieren, ob das oder das mir oder der einen oder anderen Bekanntschaft passiert ist. In Wirklichkeit gebe ich eher durch winzige Details was über mich preis. Kleine Anspielungen, die wirklich nur ich verstehe. Oder Marotten, die ich mit einer Vielzahl anderer Frauen teile – Schokoeis essen, wenn es mir schlecht geht.

Wie bist du überhaupt zum Schreiben gekommen und was inspiriert dich zu deinen Texten?

Simone: Ich habe mit 14 angefangen, Geschichten für meine Freunde zu schreiben – damit wollte ich sie amüsieren. Dann bin ich nach und nach dazu übergangen, meine Emotionen und Erfahrungen – oder die meiner Freunde – zu verarbeiten und mir auch teilweise eigene Welten zu erschaffen. Deswegen ist auch die Inspiration schnell geklärt: Es ist immer das echte Leben.

Wie wichtig ist Musik für dich?

Simone: Unheimlich. Ohne Musik könnte ich nicht stundenlang an den Szenen meiner Geschichten feilen. Oder abwaschen, die Wohnung putzen. Überhaupt irgendetwas tun.

Welches Buch und welcher Song spielen in deinem Leben eine besondere Rolle?

Simone: Ich habe die "Gossip Girl"-Bücher gelesen, als wären sie die Bibel. Auch Sarah Kuttners Kolumnensammlung sowie "Mängelexemplar" habe ich beinahe religiös gelesen, vor allem "Mängelexemplar" hatte eine beruhigende Wirkung auf mich, wenn ich mein eigenes Leben reflektierte. Ein Song, der eine besondere Rolle in meinem Leben spielt, ist "Twenty Years" von Placebo. Eigentlich alles von dieser Band... aber hauptsächlich "Twenty Years".


(2012)

 

"Ganz entschieden unentschieden", erschienen im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag / 9,95 € / Autorinnenfoto: Moritz Thau




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