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5 Fragen an: The Duke Spirit
Sunday, 11 January 2009 14:46

The Duke Spirit: Herzöge von der InselThe Duke Spirit - das ist dreckiger Garagen-Rock mit sauberer Frauenstimme, untermalt mit innovativen Melodien und großartigen Texten, die in Songs zum Niederknien gipfeln. Dass so was auch in UK seine Wurzeln haben kann, ist angesichts der momentanen Gleichklangkultur des homogenen Indie-Rock-Nachwuchs' kaum zu fassen. The Duke Spirit folgen ihrem eigenen Weg und geben dem Alternative damit seine Ur-Bedeutung zurück. Grund genug, sich mit Toby Butler deshalb zusammen zu setzen.

 

Gerade kommen aus UK eine Menge talentierter junger Bands, die aber doch irgendwie sich gegenseitig beeinflusst haben und ziemlich gleich klingen. Wie schafft ihr es, gegen den Strom zu schwimmen und euch nicht jedem Trend anzupassen?

 

Toby: Wir versuchen immer, so viele Einflüsse wie möglich in unsere Musik aufzunehmen, wir möchten nicht nur nach einem bestimmten Stil klingen. Wir sind Fans verschiedenster Musikrichtungen und finden es nicht unmöglich, einfach alles in unsere Musik hineinzupacken. Letztendlich sind wir eine Rock'n'Roll Band, aber wir lassen uns von Soul, Blues, Reggae und Dance Hall, Pop und alles, was gut klingt inspirieren. Einige Trends sind gut und wir nehmen sie auf, aber wir wollen nie einfach wie irgendeine andere Band klingen.

 

Was war der schlechteste Ratschlag, den euch jemals jemand auf eurem Weg gegeben hat und den ihr - Gott sei Dank - abgelehnt habt?

 

Toby: Wir haben bisher eigentlich immer die Ratschläge anderer abgelehnt. Es ist sehr schwer sich selbst treu zu bleiben in der Musikindustrie, wo die Leute immer sehr starke Meinungen haben. Es ist aber wichtiger zu wissen, welchen Ratschlag man sich zu Herzen nehmen soll und wann man auf sich selbst hören muss.

 

Ihr habt euch auf der Kunstschule kennen gelernt. Wie hat dieser Hintergrund euch in eurer Musik beeinflusst?

 

Toby: Luke, Liela und ich haben uns an der Kunstschule kennen gelernt. Ich denke, das beeinflusst uns sehr, besonders unser Verständnis des künstlerischen Schaffensprozesses und unsere Wertschätzung der Kunst an sich. Ich denke, es ist wichtig, dass man sich für mehr als nur Musik interessiert. Man kann auch von großer Kunst oder vom Film inspiriert werden.

 

Wenn man über euch und eure Musik liest, reichen die Vergleiche von den Pixies, über The Velvet Underground bis hin zu den Yeah Yeah Yeahs und Blondie. Und doch will nichts recht passen. Bleiben wir in der Kunst: Wenn man Eure Musik einer Kunstrichtung oder einem Maler oder einer Epoche zuordnen würde, was würde dann am ehesten passen?

 

Toby: Ich denke vielleicht an Heironymous Bosch. Herrlich durchgeknallt, verwirrt und dynamisch.

 

Und schließlich eine Frage, die wir jeder Band stellen: Was war für Euch der beeindruckendste, wichtigste und einprägsamste Moment mit The Duke Spirit?

 

Toby: Das war auf jeden Fall der Tag an dem wir unseren ersten Plattenvertrag unterschrieben haben. Das war eine sehr aufregende Zeit für uns. Wir hatten die Band gerade erst gegründet, gerade Mal fünf Songs geschrieben und jemand wollte unsere Platte rausbringen. Wir waren absolut bereit dafür.

 

Bei Toby Butler von The Duke Spirit bedankt sich für das Interview: Eva Deinert

 

 

(2008)

 




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