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5 Fragen an: The Rifles
Sunday, 19 April 2009 11:01

The Rifles hatten auch nach dem Konzert noch viel SpaßDie Gleichung ist eigentlich ganz einfach: 5 Fragen = 5 Antworten. Wenn aber 4 Mitglieder der Band The Rifles plus 1 Tour-Keyboarder 20 Minuten nach dem Konzert im Münchner Backstage 1 LAXMag-Redakteurin 5 Fragen beantworten, und als Faktor X noch eine unbekannte Anzahl alkoholischer Getränke in die Berechnung mit einfließt, lautet das Ergebnis: Jede Menge Chaos und ein lustiges Video!

 

Ihr habt schon recht oft in München gespielt. Wird diese Stadt langsam zur zweiten Heimat für euch?


Lucus: Deutschland ist auf alle Fälle eine zweite Heimat für uns geworden. Jedesmal, wenn wir hier sind, haben wir so viel Spaß und die Leute sind so nett zu uns - das ist fantastisch!

Euer aktuelles Album heißt The Great Escape. Was hat es mit dem Titel auf sich? Wem oder was wollt ihr denn entkommen?

Joel: Wir haben zunächst den Song The Great Escape geschrieben. Für das zweite Album hatten wir uns eine ganze Menge Titel überlegt. Am Schluss haben wir uns aber für The Great Escape entschieden, da dieser Song das ganze Album am besten repräsentiert.

Ihr schreibt wirklich clevere und witzige Texte. One Night Stand finde ich zum Beispiel umwerfend komisch. Wer schreibt die Texte, und wie wichtig sind die Texte für euch?

Joel: Ich schreibe gerne kleine Geschichten, wenn ich die Songtexte verfasse.


Rob: Texte sind wichtig, denn beschissene Texte sind einfach beschissen. Ich denke, es ist schon gut, gute Texte zu haben!


Joel: Ich versuche, meine Texte so zu schreiben, dass sie...


Rob: ...nicht beschissen sind?


Joel: Ja, das steht in der Tat ganz oben auf der Liste. Ich achte darauf, keine beschissenen Texte zu schreiben. Wenn ich Musik höre, höre ich gerne auch gute Texte, deswegen halte ich das schon für wichtig.

Ihr werdet in den Medien ständig mit The Jam verglichen. Geht euch das nicht auf die Nerven?

 

Joel: The Jam sind eine großartige Band, aber ich persönlich finde überhaupt nicht, dass unsere Musik sich ähnelt. Manche Leute sehen das anders. Das liegt vielleicht daran, dass beide Bands diesen "typisch englischen" Sound haben.


Lucus: The Jam sind wirklich eine fantastische Band. Ich denke, wenn wir schon unbedingt mit irgendeiner Band verglichen werden müssen, dann wenigstens mit einer guten! Ich finde es immer sehr seltsam, wenn die Leute es als negativ betrachten, dass wir wie The Jam klingen. Das ist schließlich eine unglaublich gute Band!


Dean: Paul Weller ist genial! Mit The Jam verglichen zu werden, ist das beste Kompliment, das man kriegen kann.


Rob: Das hat wohl irgendjemand mal geschrieben, und alle anderen haben es abgeschrieben. Man kann einfach nicht generell sagen, dass irgendeine Band wie The Jam klingt. Aber wie die anderen schon sagten: Lieber werde ich mit so einer tollen Band verglichen, als mit einer Band wie Girls Aloud!

(Die nun folgende Diskussion der Band über die Vorzüge von Girls Aloud wurde aus Jugendschutzgründen nicht übersetzt und ist dem Video zu entnehmen. Anm. d. Red.)

Was war bisher das beeindruckendste Erlebnis für euch mit The Rifles?

 

Lucus: Joel heiratet in ein paar Wochen, er kann da jetzt nicht viel verraten!


Rob: Ich glaube, sie will jetzt mal eine ernsthafte Antwort hören!


Joel: OK. Wirklich toll war, als Paul Weller bei unserem Konzert mit uns einen unserer Songs gespielt hat. Wir haben anschließend mit ihm einen von seinen gespielt, nämlich The Eaton Rifles. Diesen Song hat er seit den Siebzigern nicht mehr live gespielt. Daran werde ich mich bis ans Ende meiner Tage erinnern!


Lucus: Was war die Frage gleich wieder? Unser tollstes Erlebnis, oder?


Grant: Daran kannst du dich doch eh nicht mehr erinnern!


Lucus: Ich habe echt ein Gedächtnis wie ein Fisch. Nach drei Sekunden ist alles vergessen. Aber Joel hat schon recht. Sehr viel besser kann es eigentlich nicht mehr werden. Du stehst mit einem deiner Helden auf der Bühne und spielst mit ihm zusammen einen seiner besten Songs.


Joel: Und seit Paul Weller mit uns zusammen The Eaton Rifles gespielt hat, hat er es auch wieder in seine Setlist aufgenommen, weil ihm die Performance so gut gefallen hat.


Dean: Das ist schon ein irrer Zufall. Eine Band namens The Rifles spielt mit Paul Weller einen Song namens The Eaton Rifles, und das inspiriert ihn so sehr, dass er diesen Song, den er seit 1979 nicht mehr live gespielt hat, wieder in seinen Set aufnimmt. Das ist nicht nur ein Kompliment, das ist einfach überwältigend!

 

 

 


Bei Joel Stoker, Lucus Crowther, Rob Pyne, Grant Marsh und Dean Mumford von The Rifles bedankt sich für das Interview: Bettina Koch.


(2009)

 

 

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