Monolithic Sun aus Bayern haben zwar schon eine Menge Erfahrung in Sachen Musik, hatten aber bisher noch nie die Gelegenheit sich darüber auszulassen. Dem LAXMag gaben die vier Newcomer die Ehre des ersten Exklusivinterviews überhaupt. Wer sie sind und warum sie die Klischees der typischen Rockmusiker trotz ihrer gelegentlichen Bierverköstigungen nicht erfüllen, erzählten uns die vier sympathischen Jungs bei ihrem ersten Mal.
Monolithic Sun, monolithische Sonne. Weil das euer erstes Interview ist, darf man getrost mal fragen: Was hat es denn mit diesem Namen auf sich?
Mich: Also Sun bedeutet….
…Sonne…
(Gelächter) Christian: Also am Anfang stand eigentlich die Überlegung erstmal was zu finden, was cool klingt und cool aussieht. Monolithic bedeutet da sowas wie ganzheitlich. Es war ja auch von vornherein unsere Absicht uns nicht irgendwie in eine Schublade stecken zu lassen, sondern einen ganzheitlichen Sound mit vielen Einflüssen zu basteln. In dem Song Look at the Sun heißt es ja auch "here we are all around". Wir haben also Ambitionen, unsere Musik genau so zu verbreiten – ganzheitlich. Es drückt auch aus, dass wir das nicht nur zum Spaß machen, sondern schon ernst nehmen.
Dann wäre das mit eurem Namen ja geklärt. Wie kommt’s zum Titel eurer Platte, der übersetzt ja soviel wie Nachtphobie bedeutet?
Christian: Nyctophobia ist der Fachausdruck für die Angst vor der Nacht. Und die Nacht steht hier eigentlich metaphorisch für viele Dinge, die einem begegnen. Das kann zum einen wirklich die Nacht sein. Das können zum anderen gescheiterte Beziehungen sein oder Traumwelten, die einen einengen und beängstigen. Sowas kommt oft in den Texten vor und die Nacht ist Sinnbild für das alles.
Also habt ihr keine Angst mehr im Dunkeln?
Christian: Nein. Das sind eben wie gesagt Bedrohungen die in den Songtexten vorkommen; metaphorisch für die ganzen Themen, die da gesungen werden.
Eben diese EP habt ihr an einem Studiotag und live aufgenommen. Jetzt wart ihr aber vor kurzem wieder im Studio. Was hat es denn mit diesem 2. Studiobesuch auf sich?
Christian: Das stimmt so nicht ganz, weil wir den Gesang extra eingespielt haben und die Akkustikgitarre nochmal, aufgrund von Differenzen zwischen dem Mischer und uns.
Nach diesem 2. Studiobesuch wird noch nichts veröffentlicht. Das ist jetzt kein großes Album oder so. Wir haben eben einen Bekannten der für seine Abschlussarbeit für das SAE in München verschiedenen Aufnahmen braucht. Er hat uns unter anderem für eine ausgesucht und wir haben da gerne mitgemacht, weil es eine nette Erfahrung war… und eine Aufnahme haben wir auch.
Euer Bandname spiegel also eure musikalische Identität wider. Genau deshalb ist es auch nicht möglich euren Stil mit einem Wort zu beschreiben. Wie würdet ihr euren Stil denn selbst beschreiben?
Christian: Oh mein Gott. Die allerschlimmste Frage...der Stil ist eher Genre-übergreifend. Nicht die Musik an sich, sondern eher die Einflüsse, die von uns allen eingebracht werden. Ich würde nie sagen, dass da jetzt vielleicht ein Metalsong dabei war. Aber wenn man sich manche Riffs anhört, oder manche Gitarrenarbeit, merkt man ganz klar, dass Thomas und ich ganz gerne Metal hören. Wobei es auch so ist, dass man in den früheren Songs, etwa Haunted Canyon die Trennung von den Stilen noch klarer nachvollziehen kann. Mittlerweile haben wir eigentlich einen eigenen Stil aus einem Guss. Es ist schwierig den zu beschreiben. Alternative geht immer aber sonst fällt mir auch nichs ein.
Warum klingt ihr genauso wie ihr klingt? Welche Einflüsse glaubt ihr sind dafür verantwortlich?
Christian: Alkoholeinflüsse…(Gelächter)
Also erfüllt ihr dieses Klischee und trinkt Bier während den Bandproben?
Christian: Ja, wir verköstigen verschiedene Biersorten, die wir als Gagenersatz von Auftritten mitbekommen. Ich glaube wir haben schon jede Biersorte im Bandraum gehabt. Die meisten sind weniger bereit Geld zu zahlen, aber Bier geben sie immer. Was mit Sicherheit ein Charakteristikum für unseren Stil ist – ich will ja keine Selbstbeweihräucherung betreiben – ist meine Stimme. Die meisten hassen sie (lacht), weil sie sagen ich sing wie ein Mädchen. Das ist aber mit Sicherheit charakteristisch.
Mich: Die Gitarrenstimmung auch. Aber da kann ich als Schlagzeuger am wenigsten dazu sagen.
Christian: Wir, oder ich, bin auch durch die verschiedensten Musikstile domestiziert worden. Ich hör gern Metal, hab schon mal in einer Big Band gespielt, hör auch gern Jazz. Die anderen sagen, dass sie das auch ganz gern tun.
Mich: Ja, ich war auch schon in allen möglichen Bands.
Christian: Wichtig ist vielleicht auch, dass wir deswegen ziemlich authentisch klingen, weil viele Bands in unserem Alter eben auf der Bühne stehen und sehr darauf bedacht sind alles exakt runter zu spielen ohne dabei darauf zu achten, dass Dynamik viel wichtiger ist als z.B. eine Sextole korrekt zu spielen.
Ihr seid tatsächlich eine noch ziemlich junge Band denn es gibt euch erst seit eineinhalb Jahren. Was hat sich in den vergangen Zeit alles getan und wie soll`s weitergehen?
Christian: Eine noch schlimmere Frage...
Mich: Die Studioaufnahme war ausschlaggebend, weil es eigentlich eine neue Erfahrung für uns alle war. Das hat auch lange gedauert. Wir haben den ganzen Sommer über gebangt, dass es was wird.
Christian: Was mit Sicherheit auch die ganze Zeit geprägt hat waren personelle Umwälzungen. Also in der Anfangszeit war ja nicht so klar wer eigentlich die Band formiert. Dann hatten wir auch einen anderen Bassisten am Anfang. Das war doch auch eine recht turbulente Geschichte, wie das auseinanderging…
Warum denn das?
Mich: Määädels
Christian: Mädels, Mädels, Mädels. Saufen und ficken. Bier haben wir schon gehabt. Jetzt müssen wir das mit den Mädels noch reinbringen…(Gelächter)
Was die nächste Zeit prägen soll ist meiner Hoffnung nach, dass wir in dieser Formation glücklich werden können und ein bisschen Songwriting betreiben, weil wir in absehbarer Zeit gerne wieder ins Studio gehen und ein Album aufnehmen würden. Und diesmal wollen wir uns Zeit lassen. Nicht so wie bei der ersten CD die wir in nicht mal einem Studiotag aufgenommen haben.
Zahlt ihr die nächste Aufnahme wieder aus eigener Tasche?
Mich: Ja. Ein Traum wär natürlich, dass wir das nicht tun, sondern dass es uns irgendwer zahlt. Aber wahrscheinlich wird das erst beim übernächsten Album so sein, wenn überhaupt. Nein sagen wir mal beim übernächsten.
Habt ihr denn schon Angebote?
Mich: Überhaupt nicht! (Gelächter)
Christian: Wir sind auf der Suche nach einem Label.
Monolithic Sun nimmt scheinbar den Großteil eurer Zeit in Anspruch. Habt ihr nebenher noch andere Projekte am laufen?
Christian: Bei mir ist musikalisch zur Zeit nichts anderes außer Songwiriting...und vor allem Management. Weil ich da unzureichend unterstützt werde…und deshalb recht viel zu tun hab!
Sevi: Ich hab auch keine andere Band mehr.
Mich: Ich bin noch in einer Jazzband, was aber kein so großer Teil ist wie Monolithic Sun.
Thomas: Bei mir ist nebenbei eigentlich auch nichts anderes. Ich hab letztes Jahr noch in einer anderen Band gespielt. Damit hab ich aufgehört. Mit Bigband auch. Und ansonsten kommt ja jetzt das Abi…
Mich: Ach !
Thomas: Man muss ja vorbildlich klingen…(Gelächter)
Es scheint im großen und ganzen so, als würdet ihr das Rockmusikerklischee nicht wirklich erfüllen…
Christian: Wir sind zu 100% Nichtraucher. Das ist eigentlich krass für eine Band.
Mich: Ja stimmt, und ich glaube dass jeder untattoowiert ist.
Christian: Ich fasse zusammen. Wir rauchen nicht, haben keine Tattoos und keine Piercings und sind trotzdem die geilste Rockband in Niederbayern…(Gelächter)
Bei Christian, Mich, Thomas und Sevi von Monolithic Sun bedankt sich für das Interview: Stephanie Gmeiner
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...