| LAXLieblinge: trashpoptERROR |
| Tuesday, 10 March 2009 01:00 | |||
Vier Jahre lang spielte er in der Band Kite Gitarre, nun nutzt er seit Anfang 2003 seine Erfahrungen vom "Musik machen", um ein neues Metier zu schaffen: Herr Potz. Verrückt. Genial. Anders.Herr Potz, Kopf des Online-Musik-Projekts trashpoptERROR, hat seinen Sinn für das Außergewöhnliche entdeckt. Mit dem gesammelten Feingefühl aus Zeiten seiner Rockformation und einer Menge Kreativität tat er sich mit Anton Pulver zusammen, der die Begeisterung für ausgefallene Musik teilt. Das Ergebnis dessen, was das Duo am Computer und im Netz fabriziert, hat mit dem rockigen Ursprung allerdings nicht mehr viel gemein. Stattdessen ist eine Abstraktion des Pop im Gange: Trash-Pop. Der Name ist Programm. Das Faszinierende an dem Projekt: Man trifft sich nicht, zu keiner Gelegenheit, zumindest nicht persönlich. Der gesamte Weg des Liedes lässt sich lediglich online nachvollziehen. Die trashpoptERROR-Crew mischt die Beats ab, hängt sie als MP3-File an eine Mail, schickt sie ab und wartet. Soweit das Prinzip des Projekts. Die elektronische Post landet bei Künstlern, mit denen sich das Oberhaupt zuvor in Verbindung gesetzt hat und die er über die Aktion informiert hat. Jetzt liegt es in den Händen des kontaktierten Sängers oder Sängerin, was aus dem Lied schließlich wird. Texte werden geschrieben, eingesungen und über den Sound gelegt. Das Ergebnis wird zurück an den Absender geschickt. Was aber am Ende wirklich dabei rauskommt, weiß vor dem Upload kam jemand. Eine Tatsache, die trashpoptERROR zu etwas ganz Besonderem und bisher noch recht Ungewöhnlichem macht. Wahrscheinlich auch ein Grund für die Künstler aus jeglichen Stilrichtungen, sich zu entschließen, die Komposition von Potz zu besingen. Hierzu gehört auch UNICAT., die ihre Stimme dem Stück Haltestellensyndrom leiht. Auch hier blieb es der Sängerin freigestellt, über was sie singt, wie sie singt und wie der Titel schlussendlich lautet. Was dabei heraus kam, kann sich hören lassen. Es lohnt sich also auf jeden Fall, auf der Website von trashpoptERROR vorbeizusurfen. Dort findet man auch alle anderen Stücke, die bisher von dem Projekt fertig gestellt wurden. Herr Potz, der von sich selbst sagt, dass die absichtlich arroganten Pseudonyme der Gruppe dem Schutz der Privatsphäre dienen, lebt für diese diversen ausgefallenen musikalischen Spielereien. So wurde aus Musikplattform-Promotion ein Beruf, oder eher eine Berufung. Gleichgesinnte brauchen ihr Interesse allerdings nicht unterdrücken, sondern dürfen, sollen, ja müssen auf der Site vorbeischauen um sich das Gesamtwerk anzuschauen und zu hören. Also ab auf www.trashpoptERROR.de und eine neue Art grandioser, abstrakter Musik entdecken. Nina-Carissima Schönrock
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