Da, wo einst die legendären Ramones den Punkrock geboren haben, da, wo die Ideen zweier schräger Studenten-Nerds, auch bekannt als MGMT, den Electroindiepop revolutionierten, da, wo die blutjunge Überraschungsband des letzten Jahres, The Pains Of Being Pure At Heart, mit ihrem Album alle weggepustet hat, da können die kreativen Einflüsse und musikalischen Ausgüsse nicht vielfältiger sein: in New York. Das LAXMag widmet dem Big Apple deshalb eine kleine Serie und stellt euch Bands aus New York City und Brooklyn vor, die man außer den üblichen iTunes-Hitparade-Favoriten noch auf dem Schirm und dem Ohr haben sollte. Den Anfang macht Aluminum Babe.
Natürlich könnte einer daherkommen und sagen: Wieso ausgerechnet Aluminum Babe den Anfang macht - schließlich ist die Frontfrau der Band gar keine "echte" New Yorkerin, sondern eine Schwedin! Das soll dem aber kein Abbruch tun, denn die Musik der Band klingt deswegen keineswegs "typisch schwedisch", im Gegenteil, sie steht geradezu symptomatisch für den New Yorker Underground dieser Tage: Garage-Rock trifft New-Wave trifft Electro. Der harte Punkrock der Lower East Side geht eine gelungene Symbiose mit dem gerade allerorts in der Blüte stehenden Revival der 80er Disco ein und kombiniert die altbewährten Genres mit funkigen Electrobeats. Aluminum Babe gelingt damit der Spagat zwischen Alt und Neu. Man könnte sogar sagen: Die Band ist somit fleischgewordenes Lower-East-Side-Feeling: zwischen Musikgeschichte und Trendsetter.
Sängerin Anna Liedberg und Bassist George Musa gründeten 2001 die Band genau dort: in der Lower East Side, wo sie sich bald einen Namen machten und eine treue Anhängerschaft um sich scharrten. Besonders ihre schweißtreibenden, abgefahrenen und außergewöhnlichen Live-Shows machten bald die Runde und die Band über NYC hinaus bekannt: Bei ihren Auftritten remixen Aluminum Babe ihre Songs – ob dabei Drum'n'Bass, 70erRock oder Rave herauskommt, wird der individuelle Abend zeigen. Kein Wunder also, dass man die New Yorker dieses Jahr u. a. auf dem Fusion Festival erleben kann.
Wer öfters auch hierzulande zu Electrobeats das Tanzbein schwingt, hat sich sicher schon unwissentlich zu einem Remix von Infatuation sich die Sohlen abgetanzt. Der Song ist auf dem aktuellen und dritten Album 17 gleich vier Mal zu hören: als Album Version sowie drei Remixe von Dez (aka Slave Driver, UK), José Gonzales (Spanien) und Samonik (USA). Wer da noch still sitzen bleiben kann, hat vermutlich keine Ohren. Neben den superaktuellen Electroversionen, gibt es auch eine Hommage an die New-Wave-Bewegung der 80er: Aluminum Babe covern Psycho Killer der berühmten Talking Heads und hauchen dem Song mit Uptempo-Beats und Annas unverkennbarer Stimme neues Leben ein. Daneben sind unbedingte Anspieltipps: Long Distance Love Affair und Losing Control – die für den sonst so harten Aluminum-Babe-Sound geradezu weich und rund klingen. Wer nach diesen Tanznummern kaputtgetanzt auf den Stuhl zusammensinkt wird von Restart The Batteries wieder aufgezogen und kann direkt bei This Is Goodbye und Land and Water wieder weiterwackeln.
Mehr zu hören gibt es auf der offiziellen – und zugegebenermaßen vom Layout her sicher verbesserungswürdigen – MySpace-Seite. Aber es kommt ja auf die Musik an.
Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...