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LAXLieblinge: Becquerels
Wednesday, 11 January 2012 23:23
becquerels.jpgDer französische Physiker Henry Becquerel entdeckte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Radioaktivität. Die nach ihm benannte Einheit Becquerel gibt die Anzahl der Atomkerne an, die in einer Sekunde zerfallen. Die Becquerels aus München sind jedoch keineswegs vom Zerfall bedroht, sondern sprühen gerade vor Energie.

Die Herren mit den gutsitzenden Anzügen dürften einigen sicher noch aus ihrer Zeit bei Lagoon - The Band bekannt vorkommen. Vier der fünf Becquerels haben schließlich in dieser Formation Mitte der Nuller-Jahre bereits recht erfolgreich ihre musikalischen Erfahrungen gesammelt.

Neben einer gemeinsamen musikalischen Vergangenheit in den einschlägigen Münchner Clubs verbindet Mel Becquerel (Gesang, Gitarre), Sir Mikesch Becquerel (Gitarre, Keyboard), DangerMic Becquerel (Gitarre), Joe Becquerel (Bass) und El Rabanito Becquerel (drums) vor allem eine Liebe zum britischen Rock und Pop von 1965 bis 1995. In den Favoriten-Listen aller Bandmitglieder finden sich Namen wie Oasis, Kula Shaker, The Verve oder auch Lou Reed.

Das wirkt sich natürlich auch auf den eigenen Sound der Becquerels aus. Synthies? Elektro-Einflüsse? Fehlanzeige! Eigene Sub-Sub-Genre-Bezeichnungen müssen für die Band ebenfalls nicht extra erfunden werden. Was die Becquerels uns auf ihrer Debüt-EP Varmints On The Run präsentieren, ist schlicht und einfach Britrock.

Im Zeitalter von Indietronics und Co ist das gleichermaßen ungewöhnlich und erfrischend. Ein Hauch von Retro schwingt in jedem Song mit, doch vor allem überzeugen die Becquerels mit lagerfeuertauglichen Melodien, mehrstimmigen Gesängen und verzerrten Gitarren. Davon wollen wir auch 2012 gern noch mehr hören. Bettina Koch

 

Weitere Infos zu den Becquerels und Hörproben von Varmints On The Run findet ihr bei den Kollegen von Restorm.

 




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