| LAXLieblinge: Glasvegas |
| Sunday, 16 November 2008 16:01 | |||
Schulfreunde, Verwandte und Bekanntschaften durch Shopping. Es ist eine bunte Mischung, aus der sich die Gitarrenband Glasvegas zusammensetzt. Und bunt bleibt es auch. Die Einordnung der Musik fällt nämlich alles andere als leicht: Doo-Wop, Noise Pop, Britrock, Shoegaze und ein bisschen Dark Wave. Verglichen werden Glasvegas deshalb zumeist mit The Jesus and Mary Chain – vor allem aber wohl wegen ihrer ebenfalls schottischen Herkunft. Denn mit ihren sphärischen Tiefen zeigen Glasvegas eine Seite, die The Jesus and Mary Chain nie hatten.
Zum Begehr zahlreicher Plattenlabels wurden Glasvegas, nachdem sie ihre erste 7"-Single Go Square Go! – die schottische Forderung nach einer fairen Schlägerei – und Anfang November 2007 die Nachfolge-Single Daddy’s gone in Eigenregie veröffentlicht hatten. Der New Musical Express (NME) war dermaßen begeistert, dass er Daddy’s gone kurzerhand auf Platz zwei der besten Songs des Jahres 2007 hievte. Im Februar 2008 verlieh der NME Glasvegas den begehrten Philip Hall Radar Award für Newcomer Bands. Von der BBC wurden Glasvegas bei den „Sounds of 2008“ auf Platz vier gesetzt. Doch das waren nur die Kulimationspunkte einer breiten Kritikerbegeisterung. Die ursprüngliche Besetzung der Band fand sich 2001 zusammen. Die beiden Cousins James and Rab Allan spielten Gitarre und sangen dazu, ebenso ihr Schulfreund Paul Donoghue am Bass. Ryan Ross besetzte das Schlagzeug. Nach regelmäßigen Auftritten im schottischen Umland von Glasgow und der Veröffentlichung der auflagenbeschränkten Doppelsingle I'm Gonna Get Stabbed / Ina Lvs Rab verließ Ross die Band Ende 2004. Ihn ersetzte die Klamottenverkäuferin Caroline McKay. Zu dem Zeitpunkt hatten Glasvegas bereits die Aufmerksamkeit des schottischen Musik-Moguls Alan McGee errungen, der sie bei einem ihrer ersten Auftritte in Glasgows berüchtigtem Club King Tut’s Wah Wah Hut entdeckt hatte. McGee, der zuvor schon Oasis und Primal Scream unter Vertrag genommen hatte, machte nun auch für seine neuen Schützlinge Propaganda. Glasvegas begleiteten die Dirty Pretty Things auf Tour. Ein Album gab es freilich immer noch nicht. Das folgte erst im September 2008. Anfang 2008 schlossen sich Glasvegas Columbia Records an und nahmen in New York ihr gleichnamiges Album auf. Der Sänger James Allen übernahm selbst die Produktion, zusammen mit Rich Costley, der auch schon mit Franz Ferdinand, Interpol und Muse zusammengearbeitet hatte. Die erste richtige Single Geraldine rückte bis in die britischen Top 20, das Album Glasvegas stieß bis auf Platz zwei der UK-Charts vor. Bereits am 1. Dezember soll mit A Snowflake Fell (And It Felt Like a Kiss) ein zweites Minialbum mit sechs neuen Stücken erscheinen. Es ist als Weihnachtsalbum konzipiert und wurde daher zum Großteil in einer transylvanischen Kirche in Rumänien aufgenommen. Dem orchestralen Klang der Band dürfte dies nur befördert haben. Um ihre Vorliebe für opulente Soundtracks wie Danny Elfmans Score zu Edward mit den Scherenhänden machen Glasvegas auch keinen Hehl. Daher rührt auch der Hang zu einer starken Instrumentierung. Dazu kommt der hallende Klang aus der Dark Wave-Ära und ein ausgeprägter schottischer Akzent. Eine bunte Mischung eben. Florian Zick
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...