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Bat For Lashes: Fur and Gold
Wednesday, 29 August 2007 09:42
Bat For Lashes in der KritikWas haben Dirty Dancing und The Munsters mit Bat For Lashes gemeinsam? Unsere Redakteurin Sandra Marsch begibt sich auf die Suche nach einer Antwort.

Das habe ich doch irgendwo schon einmal gehört. Die ersten vier Sekunden von What's A Girl To Do? versetzen mich zurück ins Jahr 1987. Damals kam Dirty Dancing in die Kinos. Mein absoluter Lieblingssong des Soundtracks war Be My Baby von The Ronettes. Ich wollte schon genervt die Augen rollen, die Mädels verdächtigend ‚nur' Coverversionen hervorzubringen, als sich das Blatt nach diesem wohl bekannten Intro wendete. Bat For Lashes klingt wie ‚Halloween when you're small' sagt Natasha Khan, der Kopf der Band, über ihre Musik. Nicht nur das elektronische Piano, das in fast allen Songs dominiert, erinnert in der Tat an The Munsters aus den 60ern. Hin und wieder ertönt im Hintergrund ein verzerrtes Wabern, was die Ankunft eines Ufos vermuten lässt.

 

Insgesamt wirken die Stücke von Bat For Lashes sehr weltabgewandt. Thom Yorke, der König der Weltabgewandten, schwärmte kürzlich von Khans sexual ghost voice. Mit ihrer Ballade Sad Eyes soll sie schon so manchem Zuschauer die eine oder andere Träne abgenötigt haben. Trotzdem ist Bat For Lashes keine Band, die ausschließlich auf die Tränendrüse drückt. Dazu sind die Stücke zu verspielt und experimentierfreudig. Mit heruntergekurbelter Scheibe durchs Grüne fahren ist ebenso vorstellbar, wie dark nightime lovemaking (O-Ton: Natasha Khan).

 

Das Debut-Album Fur and Gold kam 2006 bei Echo heraus. Ihre erste Show spielten sie als Support von Coco Rosie. In diesem Jahr folgten die Single-Auskoppelungen What's A Girl To Do? und Prescilla. Seit dem Erscheinen der Singles beginnt sich auch die Öffentlichkeit mehr und mehr für die Band zu interessieren. Namen wie Siouxsie & The Banshees oder Kate Bush werden ins Spiel gebracht und Nominierungen, wie etwa für den 2007 Mercury Prize, folgten. Im Moment touren Bat For Lashes durch die Staaten. Ob und wann es in Deutschland soweit ist, steht noch in den Sternen. Jeder Club sollte sich sputen, die Mädels aus Brighton schleunigst für eine Show an Land zu ziehen. Vielleicht ist es ja bald soweit. Sandra Marsch


VÖ 02.11.07

 




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