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Dúné: Enter Metropolis
Monday, 10 August 2009 21:59
dune_entermetropolis.jpgEnde 2007 tauchten plötzlich sieben Dänen auf unseren Clubbühnen auf, die allesamt aussahen, als hätten sie gerade eben erst ihre Schultüten gegen Instrumente getauscht. Trotz aller Jugend erwiesen sich Dúné jedoch als überraschend talentierte Musiker, gewannen mit ihrem Debüt-Album We Are In There You Are Out Here nahezu jeden Newcomerpreis in ihrer Heimat und sorgten mit ihrem synthielastigen Indierock auch auf deutschen Tanzflächen für Aufruhr. Nachdem inzwischen alle Bandmitglieder die Schule abgeschlossen haben, steht nun endlich das zweite Album Enter Metropolis in den Läden.


"I know it's time to leave" ist die erste Zeile, die wir von Sänger Matthias Kolstrup hören. Dúné haben nämlich den Sprung aus der dänischen Provinz in die Hauptstadt Kopenhagen gewagt und versuchen jetzt, sich allein in der Großstadt zurecht zu finden. Dieses Thema zieht sich programmatisch durch das gesamte Album.

 

Aufbruchstimmung pur vermittelt der letzte Song des Albums, To Metropolis. "I'm heading for my future, I'm going to Metropolis", heißt es im Refrain, dann wird von einem selbstbestimmten Leben, großer Freiheit und zerschnittenen Fesseln gesungen. Untermalt wird der Text von derart begeisterten Synthieklängen, dass wir nahezu vor uns sehen, wie die Band beim aufgeregt-fröhlichen Kistenpacken für das neue Leben ein letztes Mal durchs Kinderzimmer tanzt.

In Victim Of The City stelllen die sieben dann allerdings fest, dass doch nicht jedes Neonlicht das große Glück verheißt und endloses Feiern durchaus Nebenwirkungen haben kann. So kommt es, dass die Band sich manchmal doch wieder zurück in die provinzielle Heimat wünscht, wo sie sich jedoch auch nicht mehr wirklich zuhause fühlen kann. "Please bring me back to the town where I was born, to the town where I don't belong", fleht Matthias uns dann in Please Bring Me Back herzzerreißend an.

Enter Metropolis ist ein Album über das Erwachsenwerden, aber das kann man einer Band mit einem Durchschnittsalter von knapp 20 Jahren wohl auch nicht übel nehmen. Dúné haben in den letzten zwei Jahren viel erlebt und diese neuen Einflüsse und Eindrücke natürlich auch auf diesem Album verarbeitet. Das zeigt sich zum einen in den Texten über Aufbruch und Neubeginn, zum anderen aber auch in den ausgereifteren Kompositionen.

 

Während das Debüt-Album neben einigen Tanzflächenkrachern wie 80 Years doch auch einiges an Füllmaterial aufwies, reiht sich auf Enter Metropolis Hit an Hit. Dank ihrer Jugend können sich Dúné dem Thema "Synthiepop" völlig unverkrampft und unvoreingenommen nähern. Schließlich haben sie die Achtziger nicht mal mehr vom Kinderwagen aus mitgekriegt.

 

Zu den teilweise schon fast bombastischen Keyboard-Orgien (mit deutlichem Queen-Einfluss: Time To Leave) bieten die Gitarren jedoch stets den nötigen rockigen Ausgleich und kommen diesmal auch deutlich härter rüber als auf dem Erstlingswerk. Das mag sicher auch daran liegen, dass man mit Jakob Hansen einen erfolgreichen dänischen Heavy-Metal-Produzenten für das Album gewinnen konnte.

Dúné eröffnen uns mit Enter Metropolis eine neue Dimension des Synthiepop und spielen dabei zweifelsfrei in derselben Liga wie die vergleichsweise alten Hasen von Zoot Woman. Mit Songs wie Final Party Of The 21st Century oder Heat werden sie ganz sicher wieder die Tanzflächen zum Beben und die Clubs zum Kochen bringen.

 

Auch wenn ihnen die eine oder andere Textzeile in ein paar Jahren vermutlich etwas peinlich sein wird: Dúné beschreiben auf Enter Metropolis das Lebensgefühl, die Ängste und Hoffnungen einer ganzen Generation mit einer Offenheit und Unbeschwertheit, wie man sie eben nur hat, wenn man gerade seine ersten Schritte in die erwachsene Freiheit macht. Mit Enter Metropolis schenken Dúné den Schulabgängern von heute elf Identifikationshymnen und allen anderen ein sensationelles Album voller Energie und Lebensfreude, das sich bis zum Zerspringen im CD-Player drehen wird. "Enjoy your youth!" Bettina Koch



VÖ 14.08.09

 

Reinhören: Heat

 

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Roman 2009-08-11 11:04:13

Ja das ist schmissig, gefällt mir
ela-maus 2009-10-08 00:02:28

hammer...
ich liene Dúné
die sind eifach klasse und machen super musik...
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