| Reingehört: Karpatenhund, Franz Nicolay, Richmond Fontaine |
| Saturday, 29 August 2009 10:01 | |||
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Die Tage werden wieder kürzer, im Biergarten wird es schon ziemlich früh ziemlich kühl, und so langsam färben sich die Blätter auch schon bunt. Höchste Zeit also, schon mal nach Musik für kuschelige Abende auf dem heimischen Sofa zu suchen. Da kommen uns Richmond Fontaine sind mit We Used To Think The Freeway Sounded Like A River wunderbar gelegen. Das mittlerweile achte Album der Band um Sänger/Gitarristen Willy Vlautin ist das musikalisch und inhaltlich reifste der Amerikaner. Willy Vlautin ist ja nicht nur als Musiker tätig, sondern hat zudem noch zwei Romane veröffentlicht. Auf We Used To Think The Freeway Sounded Like A River erzählt er kleine Geschichten mit großen Gefühlen: Verlorene und wiedergefundene Liebe, Hoffnung und Enttäuschung, Sehnsucht und Resignation. Verpackt werden diese emotionalen Momente in melancholische Lieder, die so zart und liebevoll instrumentiert werden, als könnten sie zerbrechen, wenn der Geigenbogen einmal zu fest angesetzt wird. Sanfte Streicher und leise Blasinstrumente zaubern zusammen mit Akustikgitarren wunderschöne Arrangements, die zum Träumen einladen. Mit We Used To Think The Freeway Sounded Like A River ist Richmond Fontaine ein kleines poetisches Gesamtkunstwerk gelungen, mit dem der Herbstblues keine Chance hat. Bettina Koch
Auf ihrem zweiten Album ist der bunte, rotzfreche Gute-Laune-Pop melancholischen und reflektierenden Texten mit mehr Electro-Beats gewichen. Waren sie auf dem Debüt noch selbstbewusste Besserwisser, sind sie nun erwachsene Zweifler. Karpatenhund fahren nicht mehr wie Teenager Autoscooter unter dem Glitzern der Discokugel, sondern trauen sich inzwischen bei Funsellicht in die Geisterbahn - und sind mutig genug zuzugeben, dass sie dabei manchmal auch Angst haben. Und man muss sagen: Das steht ihnen recht gut und ist wesentlich realistischer. Eva Deinert Franz Nicolay: Major GeneralVÖ 28.08.09 Wenn Bandmusiker auf Solopfaden wandeln, handelt es sich seltsamerweise meist um Sänger oder Gitarristen. Die Nachricht "Franz Nicolay kündigt Solo-Album an" löste somit schon wegen ihres Seltenheitsfaktors großes Interesse aus. Schließlich ist der Mann mit dem Schnauzbart in erster Linie als Keyboarder und Akkordeonspieler der New Yorker The Hold Steady bekannt. Auf Major General beweist Franz Nicolay nun eine überraschende Vielseitigkeit. Der erste Song Jeff Penalty erinnert noch stark an The Hold Steady, doch dann präsentiert uns Franz Nicolay einen bunten Strauß an Liedern von Akustikballaden bis Musicalsongs reichen. Bombastisch wird es bei World/Inferno Vs. The End Of The Evening und This World Is An Open Door. Beide Songs erinnern in ihren überbordenden Arrangements an Meat Loaf-Kompositionen. Gänzlich reduziert präsentiert sich dagegen Note On A Subway Wall, bei dem Franz Nicolay allein von einem Piano begleitet wird und für dreiminütige Gänsehaut sorgt. Ähnlich verhält es sich auch mit dem jazzigen Do We Not Live In Our Dreams, das Franz Nicolay sicher gern auf Französisch gesungen hätte, wenn er dieser Sprache denn mächtig wäre. Für seine Begleitband konnte Franz Nicolay unter anderem Brian Viglione, seines Zeichens Schlagzeuger der Dresden Dolls, gewinnen. So überrascht es wohl nicht, dass auf Major General auch einige Songs (besonders gelungen: Dead Sailors) zu finden sind, die man eher im Cabaret als auf einem Rockalbum vermuten würde. Kurzum: Franz Nicolay überzeugt auf Major General auf ganzer Linie als Sänger, Musiker und Songwriter. Ein Album, das man lieber hören sollte, als Beschreibungen zu lesen, die diesem Glanzstück ohnehin nicht gerecht werden können. Bettina Koch
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...