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Reingehört: Monsters of Folk, Calvin Harris, Emil Bulls
Wednesday, 30 September 2009 15:13

Monsters of Folk, Calvin Harris, Emil BullsNoch nie war unsere "Reingehört"-Mischung ein derart harter Querschnitt durch die Musikstile der Indie-Welt: Folk, Elektro, Metal. Wie das zusammenpasst wissen wir auch nicht, aber ihr müsst ja nicht alle Platten auf einmal hören. Je nach Stimmung und Lebenslage findet sich dann schon die passende Gelegenheit in folgende drei Neu-Werke hineinzuhören:

 

 

 

 

 

Monsters of Folk

 

Monsters of Folk: Monsters of Folk
VÖ: 18.09.09

Monsters Of Folk - der Name ist Programm. Hier haben sich mit Conor Oberst und Mike Mogis (Bright Eyes), Jim James (My Morning Jacket) und M. Ward die talentiertesten Singer/Songwriter der Neuzeit zusammengefunden. Die Idee zum Bandprojekt entstand bereits 2004 während einer gemeinsamen US-Tour der beteiligten Musiker. Fünf Jahre später halten wir nun das selbstbetitelte Debüt-Album der Monsters Of Folk in den Händen.

Dabei handelt es sich jedoch keineswegs um noch ein weiteres Bright Eyes-Sideprojekt. Alle vier Musiker haben gleichermaßen Ideen beigesteuert und wechseln sich auch an den Instrumenten und beim Gesang ab. Entstanden ist so ein stimmungsvolles, vielseitiges Album, das zeigt, dass Folk kein Relikt verträumter Hippies, sondern modern und lebendig ist. Geschickt vereinen Monsters Of Folk ihre vielfältigen Einflüsse zu einem stimmigen Ganzen. Während einige Songs ganz klar Conor Obersts Handschrift tragen (Temazcal, Ahead Of The Curve), dominieren bei Baby Boomer und Whole Lotta Losing Country-Elemente. Auch vor elektronischen Einflüssen schrecken Monsters Of Folk nicht zurück, sondern integrieren sie wie beim Opener Dear God mit Streichern und Gitarren in ihre Songs. Genau diese Gegensätze zwischen Tradition und Moderne machen Monsters Of Folk zu einem spannenden Album, auf dem sich auch nach dem zehnten Durchhören immer wieder etwas Neues entdecken lässt. Bettina Koch

 

 

Emil Bulls: PhoenixEmil Bulls: Phoenix
VÖ 25.09.09

"Here comes the fire", schreit Christoph noch, bevor er das Gaspedal durchdrückt und die nächsten 13 Songs nicht mehr loslässt. Das neue Album Phoenix der Münchener bietet nicht nur ein ordentliches Tempo, halsbrecherische Gitarrenriffs und wagemutige Musikstilkombinationen, sondern ist zugleich energischer, vielseitiger und irgendwie runder als seine Vorgänger. Dennoch ist der Feuervogel ein typisches Emil Bulls-Album:

Mit ihrem unvergleichlichen Mix aus hartem Metal-Geschrei und sanftmütigen Pop-Melodien haben sich Christoph und seine Jungs nicht nur einen Namen gemacht, sondern auch ihren ganz eigenen Stil gefunden, der seinesgleiche sucht. Der Opener Here Comes The Fire pustet einem beim ersten Hören förmlich den Kopf weg, Architects Of My Apocalyse und Triumph And Disaster bestechen bei aller Härte durch eingängige Melodien und machen auch in Dauerschleife gehört noch eine gute Figur. Doch das Highlight ist unbestritten die Klavierballade I Don't Belong Here. Als Closer-Song platziert bleibt er am längstem im Ohr - und im Herz. Eva Deinert

 

 

Calvin Harris: Ready For The WeekendCalvin Harris: Ready For The Weekend
VÖ 25.09.09

Bist du bereit fürs Wochenende? Nein? Mit diesem Album schon, denn Calvin Harris hat für den passenden Soundtrack dafür: Ready For The Weekend heißt Album Nummer Zwei des Elktro-Barden, mit dem sich wunderbar das Wochenende einläuten lässt. Calvin Harris hat für jede Situation rund ums Party machen das passende Stück kreiiert: Stars come out für den Start, I'm not alone fürs Freunde treffen, Worst day für peinliche Ausreißer auf der Party, Relax fürs Runterkommen, Yeah, yeah, yeah la la la für das Mitgrölen zu später Stunde.

Das loungige 5iliconeator sorgt nach der anstrengenden Feierei für den nötigen Ausgleich. Wie auf seinem Debüt I Created Disco gibt es ein Stelldichein von Loops, Synthis und Elektrospielereien. Alles in allem ein sehr gutes, kurzweiliges Elektroalbum, auf dem Calvin Harris einmal mehr beweist, dass mit ihm zu rechnen ist, wenn es darum geht, wer die meisten Dance-Fans auf die Tanzfläche zieht. Und doch: auf Album Nummer Zwei sucht man einen Kracher, der heraussticht wie Acceptable In The 80s, vergebens, auch wenn der Titelsong des Albums Ready For The Weekend eine wirklich gelungene erste Single war. Eva Deinert

 

 




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