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Während Tori Amos mit einer Weihnachtsplatte aufwartet, dürfen wir uns bei der Neuerscheinung von Devendra Banhart über sommerlich-fröhliche Klänge freuen. Um diese Jahreszeit? Ja. Die Engineers liefern jahreszeitenunabhängigen schwerelosen Ambient-Pop und schaffen damit wieder den Ausgleich.

Devendra Banhart - What Will Be VÖ: 27.11.09
Zur kalten Jahreszeit veröffentlicht Devendra Banhart sein fröhliches, man könnte sogar sagen, sommerlich klingendes neues Album What Will Be. Und dafür ist es keineswegs die falsche Jahreszeit.
Grundsätzlich kann resümiert werden: Wer die letzten Alben mochte, der wird wohl auch das Neue nicht verschmähen. Musikalische Ähnlichkeiten zu den Vorgängern, vor allem zu Smokey Rolls Down Thunder Canyon, lassen sich nicht abstreiten. Trotzdem erfreuen die 14 neuen Titel den Hörer, sind sie doch melodiös und vermitteln ein untrügliches Urlaubsgefühl, insbesondere die Reggae-lastigen Titel wie beispielsweise Foolin’.
Die musikalische Vielseitigkeit ist sicherlich besonderes Kennzeichen der neuen Platte. Bisher war Banhart vorallem als Balladenpapst bekannt und geliebt, nun zeigt er andere, rhythmischere Seiten. So finden sich nicht nur Raggaeklänge und Balladen nebeneinander, sondern beispielweise mit 16th & Valancia Roxy Night auch ein stark chartstauglicher Song, außerdem mit Rats ein ganz stark an Led Zeppelin erinnerndes Lied.
Im Mittelpunkt bleibt, trotz neuen Klängen, die Stimme und das Gitarrenspiel Banharts und beschert, wie gewohnt, ein seltsam wohliges Gefühl der Ruhe und Gelassenheit. Sicherlich kein typisch winterliches Album, aber oder gerade deshalb hörenswert. Rebekka Schwarz
Tori Amos - Midwinter Graces VÖ: 27.11.09
Mit Midwinter Graces, dem elften Studioalbum der in Cornwall lebenden Musikerin, feiert Tori Amos ihr Debüt in Sachen Winter- beziehungsweise Weihnachtsalbum.
Kritisch beäugt wurde dieses Projekte bereits im Vorfeld von Fans und Kritikern, so untypisch scheint es doch für Tori Amos zu sein. Als Pfarrerstochter war sie bisher eher für kritische Aussagen in Bezug auf Religion und Kirche bekannt, so dass ein Album mit teils christlichen Weihnachtsliedern doch eher überrascht. Das pathetische Cover dämpft die Erwartungen zusätzlich.
Hingegen aller Skepsis und obwohl es sich um eine Weihnachtsplatte handelt, geht das Album schon beim ersten Hören überraschend gut ins Ohr. Neben klassischen Weihnachtsliedern wie What Child, Nowell oder Star of Wonder, die Tori Amos übrigens schon als Kind in der Kirche ihres Vaters gespielt hat, finden sich auch eigene Kompositionen. Besonders hervorzuheben wäre hier das wirklich sehr gelungene Winter’s Carol. Hier darf eine Tori Amos erlebt werden, die stimmlich und kompositorisch genau das liefert, was das Herz begehrt. So erinnern die Klänge an Boys for Pele von 1996, denn schon damals trieb sie ihre Stimme so schön und jauchzend in die Höhe. Auch das Cembalo findet auf dem neuen Album wieder einen Platz, auch wenn die Musikerin den größten Anteil, wie üblich, mit ihrem Bösendorfer Flügel einspielte.
Wer für die besinnliche Zeit musikalische Untermalung sucht, fern der typischen Weihnachtslieder, der dürfte mit dem eher untypischen, nichts desto trotz sehr schönen und besinnlichen Midwinter Graces gut beraten sein. Rebekka Schwarz
Engineers – Three Fact Fader VÖ: 27.11.09
Das neue Album der Engineers kommt zu einem seltsamen Zeitpunkt auf den deutschen Markt. Wie eine traurige Botschaft aus der Vergangenheit mutet es an, hat doch die Band um Sänger Simon Phipps gerade eben erst nach nur zwei Alben ihre Auflösung bekannt gegeben.
Nichtsdestotrotz haben sie Three Fact Fader ein verträumtes Popalbum geschaffen. Produziert von Ken Thomas, dem Mann hinter Maps, Sigur Ros und M83, entstand über einen Zeitraum von zwei Jahren ein Klangkunstwerk, dass den Zuhöhrer direkt mit dem Opener Clean Coloured Wire in eine spacige, schwerelose, psychedelische und sehr entspannte Welt entführt und nicht mehr loslässt. Melodische Synthie Klangteppiche unterfüttern die hallunterlegte Stimme des Sängers, der einem mit seinem Gesang einlullt und fortträgt. Fort an Orte, an denen alles leicht erscheint, an denen alles verbunden ist und fließend ineinander übergeht. In Richtung düsterer Post-Rock geht es dabei mit dem Stück The Fear Has Gone.
Im titelgebenden Three Fact Fader geht es um den Tod einer Musikszene. Schade, dass sich das Stück als so antizipierend herausstellen muss. Bitte Jungs, rafft euch auf. Wir wollen mehr! Christine Bulla
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...