| Shout Out Louds: Work |
| Wednesday, 24 February 2010 19:21 | |||
Schwedenpop, die Dritte! Mit ihren ersten beiden Alben Howl Howl, Gaff Gaff und Our Ill Wills haben die phänomenalen Shout Out Louds für einigen Wirbel gesorgt und sich einen Namen auf den Indiefloors gemacht. Nun sind sie vom Indielabel zum Major Undiversal gewechselt und legen ihr drittes Album Work vor. Ob man das nun auch hört? Und da vier Ohren mehr hören als zwei, haben Eva und Sara vom LAXMag für euch die Lauscher aufgesperrt.Der Albumtitel Work lässt ja so einiges an Vorfreude und auch Befürchtungen aufkommen. Sind die Shout Out Louds erwachsener geworden? Wie lange haben sie an dieser Platte gefeilt? Haben sie gar etwas von der Leichtigkeit eingebüßt, mit der sie uns in der Vergangenheit stets aufs Neue bezaubern konnten? Für das dritte Album hat das Quintett um Sänger Adam Olenius mit Phil Ek erstmals einen amerikanischen Produzenten gewählt und sich für die Aufnahmen nach Seattle begeben. Und tatsächlich fällt schon beim ersten Hördurchgang auf, dass der Sound diesmal deutlich mehr an amerikanischen Indie-Folk-Pop à la The Shins oder auch Voxtrot erinnert als an die schwedischen Kollegen. Ausgefeilter, sensibler, vielschichtiger als die Vorgänger klingt die Platte auf jeden Fall. Erwachsener, aber keinesfalls schwermütig, im Gegenteil: Dieses Album ist mit seinen locker-poppigen Melodien der ideale Soundtrack für den hoffentlich bald kommenden Frühling. Mit dem Erwachsenwerden haben die Shout Out Louds aber auch einiges an jugendlichem Ungestüm eingebüßt, das ihnen in vergangenen Tagen gut zu Gesicht stand. Hits wie Please Please Please oder auch Tonight I Have To Leave It, die geradeheraus und ein wenig liebenswert-holprig daherkamen, wird man auf dieser Platte vergeblich suchen. Was nicht bedeutet, dass mit der Single Fall Hard und dem fantastischen Show Me Something New nicht doch einige Ohrwürmer vorhanden wären. Trotzdem plätschert das Album streckenweise doch ein wenig harmlos vor sich hin. Solange es sich dabei aber so überaus zauberhaft anhört, ist das völlig in Ordnung so. Sara Haußleiter
"Even if I know that you're right I still go on" - die Shout Out Louds schaffen es auch auf Album Nr. 3 Work komplexe emotionale und zwischenmenschliche Zusammenhänge in wenig Worte zu packen und mit wunderbar eingängigen Indiemelodien auf den Punkt zu bringen. Doch Work ist nicht einfach die dritte Version ihres Könnens, es ist durchaus auch eine Weiterentwicklung. Ein Reifeprozess ist da von stattengegangen und der ist deutlich hörbar. Mehr als auf Howl Howl Gaff Gaff oder Our Ill Wills spiegelt nun auch die Musik die melancholischen Lyrics von Adam wieder. Während Please, Please, Please vom ersten oder Tonight I have to leave it vom zweiten Album stets und zuverlässig europaweit die Dancefloors füllen, schwingt auf Work die Schwermut der Aussage nun auch mehr in Adams Stimme und seinen Melodien mit. Play the Game, The Candle Burned Out oder Paper Moon sind Popsongs fürs Herz und für Momente, in denen man allein sein möchte. Doch keine Angst, das Tanzbein kommt nicht zu kurz: Dafür sorgen die großartige Single Fall Hard oder Show Me Something New - der wohl momentan obligatorische Beitrag zum 80er-Revival. Doch die Schweden sehen den Hype, der uns die längst tot geglaubte Karottenjeans und jede Menge Synthie-Sound bescherte, auch kritisch, verpackt in eine netten Anspielung in Wort und Ton auf Queen. Während Freddy Mercury im Queen-Hit Radio Gaga singt: "Radio was new/radio someone still loves you", verlangen Adam und Co.: "Radio daylight, radio darkness/show me something new". Auch bei dem zauberhaften Four by Four", aus dem das Eingangszitat stammt, bleibt man unter Garantie beim ersten Hören der Platte länger hängen. Und man kann nur hoffen, dass sich die Schweden ihre eigenen Worte auch zu Herzen nehmen werden. Denn uns gefällt die neue Richtung, die sie einschlagen wollen. Daher solle Adam den Menschen, die nach den alten Zeiten schreien, entgegnen: Even if I know that you're right I still go on. Eva Deinert VÖ: 26.02.10
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...