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Anlässlich des 200. Geburtstags von Charles Darwin hat die dänische Theatergrupe Hotel Pro Forma eine Elektro-Oper inszeniert, die von The Knife musikalisch ausgearbeitet wurde. Auf welche musikalische Evolution sich die Fans von den etwas zurückliegenden letzten Werken von The Knife und dem Riesenerfolg von Karin Dreijer-Andersons Soloprojekt Fever Ray gefasst machen konnten, war bei dem Geschwisterpaar wie immer unklar. LAXMag hat sich nun für euch auf Expedition begeben!
Overtüre Tomorrow, In A Year liegt Darwins Werk "Die Entstehung der Arten" zu Grunde. Beim Urknall scheint auch dieses Experimentalwerk zu entstehen. Im Intro wird man von urzeitlichen Geblubber langsam heran geführt, ein akustisches Prickeln, welches am Ende von aufkommenden Windgeräuschen untermalt wird. In einem fließenden Übergang werden diese Winde in Epochs immer stärker und vermischen sich mit einem elektronischen Wabern, bis am Ende erstmals die Stimme der Sopranistin Kristina Wahlin auftaucht, die im Laufe des gesamten Werkes immer wieder zum Zuge kommen wird. Im weiteren Verlauf beschäftigt man sich noch mit Geologie, Ebbe und Flut, den Vögeln - und immer mehr scheint sich die Welt im Entstehungsprozess dabei zu verdichten. Diese ersten Stücke sind bis auf gelegentliche Gesangseinlagen von Kristina Wahlin instrumental und weitestgehend beatlos. Wer sich auf die einzigartige Stimme von Karin Dreijer-Anderson und typischen Elektrobeats von The Knife gefreut hat, wird hier etwas enttäuscht sein. Das ist "Musik" mit so vielen Ecken und Kanten, dass es Anfangs oft weh tut, hier muss man sich wahrlich reinknien um Zugang zu finden.
Hauptakt Ab Annie's Song (entspricht auf dem Album CD 2) wird das Werk von Track zu Track zugänglicher, erstmals ist soetwas wie eine Melodie zu erkennen und langsam tauchen aus dem Nichts die ersten rhythmischen Klänge auf. Bei Colouring Of Pigeons erklingt auch endlich die Stimme von Karin Dreijer-Anderson und die typischen Steel Drums, die The Knife anscheinend besonders mögen. Beim darauf folgenden Seeds wird es dann sogar minimal-elektronisch und tanzbar.
Finale Als letzter Track wurde eine Alternativversion von Annie's Song beigefügt, die sehr elegisch und wehmütig dahin läuft, erst hauptsächlich von Celloklängen getragen, bis ab der Mitte noch sehnsüchtigere Violinenklänge den Sound verdichten, und stellt einen der schönsten Songs des Albums dar.
Dramaturgisch betrachtet ist der Anstieg an Dichte und Greifbarkeit natürlich nur konsequent. Alles in Allem ist damit allerdings der rein klangliche Beitrag zu Tomorrow, In A Year, in Abwesenheit der optischen Highlights der Bühnenshow, das sperrigste, was man seit langem gehört hat. In Verbindung mit der visuellen Darbietung und Theaterperformance wird dann allerdings immer klarer, wie das Werk zu verstehen ist. Als Gesamtkunstwerk kann man hier mit Sicherheit ein Opernerlebnis vorfinden, das seines Gleichen sucht. Florian Tenk
VÖ: 05.03.2010
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...