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Broken Bells: Broken Bells
Friday, 12 March 2010 01:00

brokenbells.jpgBroken Bells, eine neue Superband? Wohl eher ein perfekt gelungener Zusammenschluss zweier Ausnahme-Künstler aus den USA. Brian Burton, aka Danger Mouse und als Produzent der Gorillaz oder Gnarls Barkley bekannt trifft auf James Mercer, seines Zeichens Stimme der Indie-Pop Band The Shins und macht mal eben eines der schönsten Alben des Jahres!


Allerdings ist dies nicht die erste Zusammenarbeit der beiden, bereits bei Danger Mouse and Sparklehorse Present: Dark Night of the Soul, der Kollaboration von Danger Mouse und dem kürzlich verstorbenen Mark Linkous von Sparklehorse steuerte Mercer seine Stimme zum Song Insane Lullaby bei. Diese beiden treffen sich also erneut, verstehen sich augenscheinlich sehr gut und beschließen, sich ins Studio zu begeben, um ein komplettes Album aufzunehmen.

Eine bessere Idee hätten die beiden nicht haben können, vereinen sich auf dem selbstbetitelten Broken Bells doch auf zehn Songs die unverkennbare Stimme Mercers mit Burtons Produktionskunst. Alle Instrumente von Gitarre und Bass, über Schlagzeug, hin zu Synthie, Klavier und Orgel haben die beiden selbst eingespielt, nur die Streicherarrangements wurden beigesteuert. Das Album lebt von den zwei unterschiedlichen Stimmen der beiden, die sich sehr gut ergänzen.

Herausgekommen sind  fantastische Stücke, die mit schönen eingängigen Melodien aufwarten, wie schon The High Road, die erste Singleauskopplung und Starter des Albums, beweist. Nie kommt Langeweile beim Hören auf, nichts hört sich gleich oder schon bekannt an, elektronische und analoge Spielereien verzieren jedes Stück. In The Waiting Game hört man Trompeten-Sound, für Sailing To Nowhere wird ein beschwingter 60er Jahre Rhythmus neben futuristischen Synthisounds a la Radiohead und Klaviergeklimper eines Westernsaloons und ausladenenden Streichern ausgepackt. In Richtung Ian Brown gehen sie mit dem hip-hoplastigen Citizen oder auch The Ghost Inside. Die Gitarre im Vordergrund und damit noch am ehesten an die Shins erinnert Vaporize. Your Head Is On Fire könnte auch aus der Feder von Air stammen, schwebt es doch im Refrain mit seinen vaporisierenden Synthies und den Streichern meilenweit über dem Boden. Trap Doors und Float bringen einen zurück und laden ein zum gemütlichen Tanz.


Ein Album, bei dem beide Künstler das Beste ihres Könnens beigesteuert und für jeden Geschmack mindestens ein neues Lieblingslied komponiert haben. Freuen können wir uns auf weitere Alben dieser Art, beteuern Broken Bells doch überall, ihr Projekt sei keine Eintagsfliege. Christine Bulla

 

(VÖ: 05.03.10)




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