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Sarah Blasko: As Day Follows Night
Tuesday, 20 April 2010 09:39

Sarah Blasko"Ein alter Hut"mag so mancher denken, der dieser Tage über die Veröffentlichung von Sarah Blaskos drittem Studioalbum As Day Follows Night liest, so erschien es im Grunde bereits letzten Sommer, aber eben nicht in Deutschland. Nun endlich hat die Australierin ein Label gefunden, dass die Platte in Deutschland veröffentlicht. 

Sarah Blasko kann getrost als routinierte Singer- und Songwriterin beschrieben werden, die als solche in ihrem Heimatland auch schon diverse größere Erfolge feierte. Während ihre beiden Vorgängeralben eher düster und traurig wirkten, zeigt sie auf As Day Follows Night ein anderes Gesicht.

Musikalisch kommt sich die neue Platte schlicht und doch ausgeklügelt daher. Die Instrumentierung verfolgt das weniger-ist-mehr-Prinzip auf effektivste Art und Weise. So blitzen zwischen den typischen Instrumenten wie der Akustikgitarre und dem Klavier immer mal wieder vorsichtig Streicher und Blasinstrumente hervor, jedoch nie übertrieben oder kitschig. Alles wirkt innovativ, nicht nur innerhalb der einzelnen Titel, sondern auch als Ganzes. So pendeln die zwölf Titel irgendwo zwischen Folk, Pop, Chanson und Jazz.

Die Stimme der Australierin wirkt auf ihrem neuen Album ungewohnt mädchenhaft und süßlich. So singt sie wie auch schon zu früheren Zeiten immer noch gerne vom unerschöpflichen Thema Liebeskummer und dem Loslassen, allerdings in so zarter und lieblicher Manier, dass man weder stimmlich noch musikalisch auf die textlichen Inhalte schließen kann. So können sich wegen dieser scheinbar unvereinbaren Differenz Abgründe auftun, hört man Sarah Blasko zum Beispiel säuseln: "I never knew it would hurt like this / to let someone go against my wishes". Doch wie so oft im Leben sind gerade die Kontraste, melodiös verpackt, das Fesselnde.

Noch ein Hinweis am Schluß: Sarah Blasko stellt ihr neues Album am 21.04. live im Münchner Ampere vor. Rebekka Schwarz

VÖ: 23.04.2010




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