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Bullet For My Valentine: Fever
Wednesday, 28 April 2010 10:09
bullet.jpgTrommelwirbel und anderthalb Minuten Intro - dann melden sich Bulllet For My Valentine endlich zurück. Vor drei Jahren haben die Waliser mit Scream, Aim, Fire ihre Fangemeinde in zwei Lager gespalten. Während vielen das zweite Album zu glatt und zu belanglos war, haben sich Bullet For My Valentine damit gleichzeitig neue Hörerschaften erschlossen. Mit Fever legt die Band nun ihr berühmt-berüchtigtes drittes Album vor.

Schon der Opener Your Betrayal macht klar, wo die Reise hingeht: noch immer donnert die Double Bass, noch immer liefern sich die Gitarren rasante Wettläufe um die schnellsten Riffs. Doch die Songs sind deutlich melodiöser geworden, Matthew Tucks Schreie treten zugunsten des cleanen Gesangs stark in den Hintergrund. Your Betrayal entpuppt sich schon nach dem ersten Hören als gnadenloser Ohrwurm.

Fans der härteren Gangart brauchen dennoch nicht enttäuscht zu sein, denn Bullet For My Valentine geben trotz Melodie-Orientierung auf Fever ordentlich Gas. Besonders positiv fallen in dieser Hinsicht Pleasure And Pain und Alone auf. Your Betrayal und Breaking Out, Breaking Down haben fast schon hymnenhaften Charakter. Die wohl obligatorische Pseudoballade A Place Where You Belong dagegen kann nicht überzeugen. Zu belanglos und uninspiriert kommt das Liedchen daher, und auch die Mischung aus Akustikgitarren und Screams hat man einfach schon zu oft gehört.

Technisch haben sich Bullet For My Valentine in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und spielen jetzt sicherlich in der obersten Liga. Dennoch hätte ein bisschen mehr Abwechslung beim Songwriting Fever sicher nicht geschadet. Der klassische Aufbau der Songs mit Intro-Strophe-Chorus-Solo ist einfach zu berechenbar. Etwas mehr Mut zu neuen Ideen wäre hier begrüßenswert gewesen. So ist Fever zwar ein vorhersehbares Album, verfügt aber trotzdem über eine Menge grandioser, hochwertiger Songs. Definitiv eines der Highlights des Jahres! Bettina Koch


VÖ: 23.04.10




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