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Johnossi: Mavericks
Friday, 14 May 2010 19:37

Johnossi - MavericksDer Begriff Maverick geht auf den gleichnamigen Politiker des 19. Jahrhunderts zurück, der sein Vieh nicht brandmarkte. Was damals eine rebellische Tat war, hatte zur Folge das sich der Begriff für Rebellen, Non-Konformisten und Ähnliche durchsetzte.

Johnossi wollen uns damit vielleicht klar machen - Wir sind anders, wir sind die Rebellen. Vielleicht wäre aber angesichts der Musik der Titel The Innocent And Ordinary passender gewesen. Der gleichnamige Opener ist zugegebenermaßen noch wirklich toll. Ein fast mystisches Crescendo auf der Akkustik-Gitarre erhebt sich aus dem Nichts, dazu der raue Gesang John Engelberts und schließlich wird der eben gespielte Riff auf die E-Gitarren übertragen und führt den Song zu einem imposanten Ende.

Doch beim nächsten Titel muss man dann erst nochmal sein Laufwerk kontrollieren, ob man nicht versehentlich eine Bono & Bon Jovi with Friends Compilation eingelegt hat. Die ersten Gitarrenklänge des zweiten Songs Dead End erinnern schon recht an glatt polierten Stadionrock, besonders zum Refrain hin wird diese Beobachtung nochmal recht prägnant bestätigt.

Was die schwedische Band einst ausgemacht hat, war der rohe Sound, die Blues-Anleihen und der kratzige Gesang - doch so dreckig wird jetzt nicht mehr reingeklampft. Die neuen Songs sind dabei gar nicht schlecht, aber irgendwie substanzlos geworden, das Herz klingt nicht mehr mit. Da kann man nur hoffen, dass die Live-Darbietungen nicht in der Chorknabenmanier der Studioaufnahmen dargeboten werden.

Weiterentwicklung schön und gut, doch diese Entwicklung erinnert mehr an Gemütlichkeit, als an musikalisches Streben. Die Verbannung von den Indiedancefloors wird mit diesem soliden Indie-Pop-Rock Werk nicht statt finden - doch sieht man ja auch Leute zu Dance With Somebody tanzen. Florian Tenk


VÖ: 30.04.10




UNENDLICHER MÜLL
hanna hefftner 2011-12-24 14:23:26

Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublich
wie wandelbar das Duo ist. Das erste Album noch sehr richtung
Indie-Rock-Alternative, während das zweite album sich schon deutlich abgrenzt.
Die Klänge sind deutlich härter. Aber auch dieses Album gefällt mir
unglaublich gut. Allerdings auf eine ganz andere Weise. Ich finde nicht das
irgendeine bestimmte Eigenschaft bzw. Richtung eine Band prägen muss!
So auch
das dritte Album! Dazu kann ich nur sagen 'Meisterwerk'!!!
Jeder einzelne
Johnossi-Song ist ein Individuum, und das macht Johnossi aus! Man ist schon
gespannt auf ein hoffentlich nachstes Album! Wer weiß mit welchen Lyrics und
Klängen uns John und Ossi damit überraschen werden. Man darf gespannt sein
;)
Für das 'Gemütlichkeit' müsste es schelle geben. Jemand der sich mit der
Band beschäftigt wüsste über die schwere Schaffensgeschichte des dritten
Albums!
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