| Manic Street Preachers: Postcards From A Young Man |
| Thursday, 16 September 2010 17:59 | |||
Das zehnte Album, es ist tatsächlich schon das zehnte Studioalbum der Manic Street Preachers, das sich hier im CD-Player dreht. Während viele Bands sich heutzutage schon vor der dritten Platte wieder auflösen, haben die Waliser sich in ihrer über 20jährigen Bandgeschichte mehr als einmal neu erfunden. Von den rebellischen Anfängen mit dem generationsprägenden Meisterwerk Holy Bible bis hin zum Stadionrock von Send Away The Tigers haben die Manic Street Preachers mehr Höhen und Tiefen mitgemacht als die meisten ihrer Zeit- und Weggenossen. Umso größer ist jetzt die Spannung, was uns auf Postcards From A Young Man erwarten wird.
Klar ist: Postcards From A Young Man ist kein Nachfolger des 2009er Albums Journal For Plague Lovers, das voll und ganz dem lyrischen Werk des bis heute verschwundenen Manics-Gitarristen Richey Edwards gewidmet war. Stattdessen lässt sich Postcards From A Young Man musikalisch am ehesten zwischen Everything Must Go und Send Away The Tigers einordnen. Während Journal For Plague Lovers schon fast zwangsläufig noch einmal die Aggressivität und Wut der "jungen" Manics aufleben ließ, kehren sie mit ihrem zehnten Album zurück zum hymnischen Rock. Druckvolle Songs, grandiose Melodien und ein Hang zum Bombast ist es, was die Manic Street Preachers auch 2010 ausmacht. Schon die vorab veröffentlichte erste Single (It's Not War) Just The End Of Love braucht nur wenige Sekunden, um sich im Ohr festzuhängen. Der Titeltrack Postcards From A Young Man lässt dagegen wohlige Erinnerungen an A Design For Life wachwerden. So reiht sich in 45 Minuten ein Highlight an das nächste, bis man angesichts dieses wunderschönen Albums vor Freude weinen möchte. Vermutlich würden Tausende Jungmusiker ihre gesamte Proberaumeinrichtung dafür geben, einmal einen Song wie The Descent oder Golden Platitudes zu schreiben. Diese musikalische Genialität wird auch von zwei bekannten Kollegen gewürdigt, die auf Postcards From A Young Man ein kurzes Gastspiel geben: Ex-Guns n'Roses-Bassist Duff McKagan zupft auf A Billion Balconies Facing The Sun den Bass, Ian McCulloch (Echo & The Bunnyman) unterstützt bei Some Kind Of Nothingness James Dean Bradfield beim Gesang. Als „One last shot at mass communication" hatten die Manic Street Preachers dieses Album ironisch angekündigt. Denn obwohl sie gern als eine der einflussreichsten britischen Bands zitiert werden, ist ihnen der große kommerzielle und mediale Erfolg anderer Brit-Bands stets verwehrt geblieben. Daran wird vermutlich auch Postcards From A Young Man nichts mehr ändern, auch wenn die Songs wie gemacht sind für die großen Bühnen. Zu anspruchsvoll und zu wenig tanzbar für die Clubs, noch stets zu politisch und zu zynisch fürs Radio ist auch das zehnte Album der Manic Street Preachers wieder eine Platte, die Fans das Herz übergehen lässt, sich der breiten Masse aber wohl einfach nicht erschließt. Bettina Koch VÖ 17.09.10
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...