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Infant Sorrow: Get Him To The Greek
Thursday, 14 October 2010 00:00
Infant Sorrow haben ein neues Album am Start.Die glamourösen wie skandalösen Konzerte von Infant Sorrow sind legendär. Jetzt soll die Legende der Band mit einem neuen Album wieder zum Leben erweckt werden.

Angeführt werden Infant Sorrow auch für diese Platte wieder von Sänger und Frontmann Aldous Snow, dessen exzentrische Auftritte und Ausraster längst zu allen Seiten des Atlantiks bekannt sind. Anfang der 200er Jahre war das Grund genug für eine ganze Erfolgsgeschichte der Band: Ausverkaufte Hallen, hörige Fans und Alben wie am Fließband. Cracking Up und Hooligan Lifestyle konnten die hohen Erwartungen an die Band noch erfüllen, doch spätestens seit Snows misslungenem Ego-Trip African Child hatte man die britischen Rocker mehr oder weniger, aber durchaus begründet abgeschrieben.

2010 kehren Infant Sorrow jetzt mit einem explosiven neuen Album zurück. Get Him To The Greek heißt das Werk und lässt beim ersten Durchhören auditive Parallelen zu den Britpop-Opas von Oasis kaum vermeiden. Die musikalische Linie der Platte ist klar: Eine Hommage an eine Zeit, in der Robbie Williams noch nicht peinlich, die Gallagher-Brüder noch in Schlägerlaune und die Beatles leider schon lange getrennt waren.

Hymnische Balladen wie Bangers, Beands & Mash wechseln sich ab mit zum Hüpfen, Springen und Tanzen animierenden Ohrwürmern wie The Clap, Furry Walls oder auch Gang Of Lust. Zu letzterem Titel hat übrigens auch Ex-Libertine Carl Barat seinen Teil beigetragen: Ebenso wie auch Jarvis Cocker ist Barat als langjähriger Fan der Band als Songschreiber mit auf dem neuen Werk von Infant Sorrow vertreten - auf ausdrücklichen Wunsch von Aldous Snow selbst.

Die Themen der Titel sind hierbei die üblichen Verdächtigen: Snows langjährige Drogenprobleme, Alkohol-Exzesse und Sex. Von all dem hatte er viel, doch für das Ausmaß der Themenpalette hat das Album leider eindeutig zu wenig Titel und so muss man den Player schier auf die Random-Funktion einstellen, um das Gesamtwerk überhaupt genießen zu können.

Weniger erfreulich für weibliche Fans von Snow selbst dürfte die musikalische Bereicherung des Albums durch Snows Ex-Freundin, die Sängerin Jackie Q, sein. Sie ließ es sich nicht nehmen, mit Supertight und Ring Round zwei Songs zur neuen Platte beizusteuern, die weder etwas mit Gitarren, noch mit Infant Sorrow oder guten Geschmack zu tun haben. Als "Tanzmusik" würden heutige Großeltern die Lieder vielleicht bezeichnen, doch sind sie letztlich nicht viel mehr als Bonustitel einer vergangenen Geschichte anzusehen, über die Aldous nie hinweg gekommen ist. Nina-Carissima Schönrock


VÖ 03.11.10


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Peter Berner 2010-10-18 17:20:04

Nicht wahr, oder? Da gibts ernsthaft ne Band zu??
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