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Beat! Beat! Beat!: Lightmares
Friday, 22 October 2010 09:57

beat_beat_beat_lightmare.jpgBei Beat! Beat! Beat! wird keine Zeit verschwendet: Bandgründung 2008, erste EP Stars 2009, kurz Abitur eingeschoben, jetzt das Longplay-Debüt Lightmares. In die Läden kommt das Album der vier jungen Herren aus Viersen (ganz weit im Westen) gleichmal im Vertrieb des Majors Universal Music, die Kohle kommt direkt von der Bundesregierung (über die Förderung der Initiative Musik). Aber keine Angst, an Indie-Kredibilität mangelt es dem Quartett in Einstimmigkeit von Presse und Publikum noch keineswegs, und Lightmares illustriert auch eindrucksvoll warum:

Hier macht eine Band genau das, was jeder gerade hören will, aber niemand sonst - egal ob in Deutschland oder sonst wo - gerade genau so kann. Trifft exakt den universellen Zeitgeist und gibt ihm gleichzeitig noch ein wenig persönliche Zukunft mit auf den Weg. Die Referenzen sind wieder mal klar abgesteckt: Da schlittert es ultraklangdurchgestyled durch den Opener Hard To Cherish wie bei Phoenix, danach groovt es in We Are Waves zurückgenommen und stoisch wie bei The Whitest Boy Alive. Doch so gut wie alle Songs erheben sich durch Details - komplexe gegenläufige Gitarrenlinien etwa oder rund und elegant aufgelöste Gesangsmelodien - aus dem Indie-Pop-Einheitsabklatsch. Alles klingt fantastisch, dicht produziert, und trotz manchmal vertrackter Grooves stets tanzbodenfreundlich.

Muss man noch was zu den Inhalten sagen? Tja, wahrscheinlich passiert in Viersen nicht gerade viel: Da wird über Friedhöfe gewandert, der untergehenden Sonne entgegenlaufen, vom Bahnhof heim oder einfach nur mal den Hügel rauf, zu zweit. Manchmal denkt man über Seifenkistenrennen nach oder wartet einfach auf das Echo im Raum, und das wird passenderweise schön oft wiederholt. Und bei Aussagen wie „You're designer, create our love" wird einem grammatikalisch fast so komisch wie bei „Are we human, or are we dancer?" (das fiel Brandon Flowers so ein). Bestimmt schreiben Beat! Beat! Beat! aber ihr nächstes Album über das Tourleben. Wenn die Band dafür noch bis Ende Oktober und dann wieder im Dezember Eindrücke sammelt, sollte man am besten dabei sein. Christian Schober

VÖ 22.10.10

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Anhören und Herunterladen: Fireworks




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