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Last Days Of April: Gooey
Tuesday, 23 November 2010 16:10
ldoa_gooey.jpgIn den 13 Jahren seit ihrem selbstbetitetelten Debüt haben Last Days Of April sich konsequent von einer anspruchsvollen Alternative-Band zur sanften Pop-Gruppe entwickelt. Beim mittlerweile siebten Werk Gooey ist demzufolge dann auch der Name Programm.

Klebrig-süß fließen die elf Songs dahin, die Sänger und Gitarrist Karl Larsson im Alleingang geschrieben und gleich auch noch produziert hat. So verwundert es nicht, dass Gooey mehr mit Karls Solo-Ausflug Pale As Milk aus dem Jahre 2006 gemeinsam hat als mit älteren LDOA-Alben.

Die Gitarren sind längst Keyboards und radiotauglichen Melodien gewichen.
Songtitel wie I Think You Are Everything oder Heart lassen keinen Zweifel daran, wo die Reise mit Gooey hingeht. Dafür, dass der Ausflug ins schwedische Zuckerwatteland trotzdem keine Bauchschmerzen bereitet, sorgt vor allem einmal wieder Karl Larssons charakteristische Stimme, mit der er auch der kitschigsten Ballade noch einen Hauch von Melancholie verleihen kann. Mit Evan Dando, der auf All The Same die Vocals komplett übernimmt, und Tegan Quin als Duett-Partnerin bei If (Don't Ever Blame Yourself) hat sich Larsson zudem noch hochkarätige Unterstützung ins Studio geholt.

Natürlich beweist Karl Larsson auch auf Gooey ein weiteres Mal sein Händchen für eingängige Melodien und liebevoll arrangierte Pop-Songs, doch ein paar Ecken und Kanten hätten dem Album sicher nicht geschadet. So bleibt Gooey eine nette, angenehme Platte, die zwar den einen oder anderen Wintertag versüßen kann, auf Dauer aber keine tiefen Spuren hinterlässt. Bettina Koch

 

VÖ: 12.11.10




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