| Beatsteaks: Boombox |
| Wednesday, 26 January 2011 16:20 | |||
Vorab sei gesagt: Diese Platte ist gewagter, experimenteller, disharmonischer, langatmiger und mit einer schier unfassbaren Anzahl von musikalischen Zitaten versehen als bisherige Alben der Beatsteaks. Aber keineswegs ist Boombox der schon Monate vor der Veröffentlichung befürchtete Mädchen-Pop, den die vier Berliner mit ihrer ersten Single Milk & Honey hatten vermuten lassen.Fakt ist: Schon die Titellängen sind mehr Punk als Pop und schlagen sich nicht lange mit irgendwelchen Instrumenten-Soli rum, sondern bringen die Dinge auf den Punkt. Kurz. Bündig. Tanzbar. Und irgendwie ungewohnt. Denn die oligatorischen Gassenhauer bleiben beim ersten Durchhören des Album auf der Strecke. Allerdings nur so lange, bis man die Mittagsruhe der Nachbarn ignoriert und die Lautstärke der Musik gewaltig aufdreht. Das ist ein Muss, denn Boombox ist eine Laut-Hör-Platte, die erst ab einer bestimmten Dezibelzahl ihre volle Entfaltung erfährt. Erst dann werden auch Reggae-lastige Titel wie Automatic und Let's See zu echten Beatsteaks-Songs, wobei Letzterer durchaus Potential hat, der "Und jetzt alle!"-Brüller der nahenden Festivalsaison 2011 zu werden. Den Text dazu kann man auch gleich lernen, denn im liebevoll gestalteten Booklet finden sich die Lyrics zu allen Songs zum mitlesen. Ein Lächeln auf die Lippen zaubert übrigens Gitarrist Peter Baumann Gesangsbeitrag zu Platte. Under A Clear Blue Sky weckt Erinnerungen an ein Herzen schmelzendes Hey Du und verpasst Peter damit wieder einmal das Image des verliebten Jungen unter Julias Balkon. Für Mädchen, aber ohne Pop. Liebhaber von Milk & Honey werden vom Album anfangs etwas überfordert und vielleicht sogar ein klein wenig enttäuscht sein - es sei denn, sie finden ohnehin pauschal alles "supi", was die Beatbuletten abliefern. Skeptiker der Pop-Auskopplung hingegen werden bei BoomBox voll auf ihre Kosten kommen. Die Platte klingt deutlich nach dem Proberaum, in dem sie auch tatsächlich eingespielt wurde: Aufwühlend, rebellisch, wie damals und etwas unperfekt. So wird auch Milk & Honey im Gesamtkontext von Boombox mehr zu einem What's Coming Over You-Pendant der Vorgängerplatte Smack Smash, als zu einem Song von U2. Nina-Carissima Schönrock VÖ 28.01.11 Wer noch mehr über die neue Platte erfahren möchte, kann sich die Infos aus erster Hand holen. Hier geht's zum Interview mit Bernd Kurtzke zu BoomBox -> Tracklist von Boombox: 1. Fix It 2. Milk & Honey 3. Cheap Comments 4. Let's See 5. Bullets From Another Dimension 6. Under A Clear Blue Sky 7. Access Adrenalin 8. Behaviour 9. Automatic 10. Alright 11. House On Fire Und hier könnt ihr schon jetzt in das komplette Album reinhören ->
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...