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Scott Matthew: Gallantry's Favorite Son
Thursday, 09 June 2011 07:25

scott_matthew_temp.jpgMit Gallantry's Favorit Son erscheint das dritte Album des in New York lebenden Musikers Scott Matthew. Vergleicht man das neue Werk mit den Vorgängern dann fällt vordringlich auf, dass die Stimmung eine ganz neue ist. Scott Matthew scheint sich gut zu fühlen, und dieses Gefühl drückt er in vielen der Titel auch aus.

Schlägt man das Pappalbum auf, so findet man in Großbuchstaben den Satz: When Friendship becomes Family. Sicherlich eines der Hauptthemen des neuen Albums. So besingt Scott Matthew mit großer Inbrunst die Menschen, die sein Leben in den letzten Jahren bereicherten haben und gleichzeitig das Wunder, dass Freundschaften sich zu familiären Beziehungen auswachsen können. Doch nicht nur die Freundschaften lassen den Musiker freudige und positive Titel schreiben und singen, auch das lang vermisste Gefühl sich zu verlieben (The Wonder of Falling in Love) oder einen neuen Tag zu beginnen, der sich wie der Beginn eines neuen Lebens anfühlt, auch wenn man dafür Dinge und Menschen zurücklassen muss (Devil's Only Child) tragen zur neuen Leichtigkeit bei.

Musikalisch sind einige der Stücke, für Matthews Verhältnisse, geradezu ausgelassen interpretiert. Fröhliche Melodien werden dann auch mal durch fröhliches Pfeifen und beschwingte Hintergrundgesänge ergänzt. So spannend dieser musikalische Wandel auch ist: leider fehlt hier und da der textliche Tiefgang, so beispielsweise bei Felicity.

Doch auch an nachdenklichen Titeln hat Gallantry's Favorite Son einiges zu bieten. Der eröffnende Track Black Bird zeigt eindrucksvoll, wie Melancholie auch mit reduzierten Mitteln dem Hörer übermittelt werden kann. Dezente, zurückgenomme Instrumentierung, etwa duch eine leise Ukule oder ein Cello, und die sehnsuchtsvolle Stimme des aus Australien stammenden Musikers tragen zu der düsteren und doch schaurig-schönen Stimmung maßgeblich bei. Titel wie True Sting oder Seedling bewegen sich in ebendiesem Rahmen, auch wenn diese teilweise durch Chorgesänge, sensible Pianopassagen und mehr bestückt wurden.

Scott Matthews musikalisch in den Vordergrund tretende, optimistische Seite ist sicherlich die große Überraschung des neuen Albums. Ansonsten bekommt der Hörer was Scott Matthew am Besten kann: reduzierte, eindringliche Titel ohne viel Kitsch und eben vorallem eine Stimme, die nicht aus dieser Welt zu sein scheint und immer wieder aufs neue zu faszinieren vermag. Rebekka Schwarz

VÖ: 10.06.2011

 

Anschauen: Sinking

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Anschauen: Little Bird (LAXLimelight)

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