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Miss Li: Beats & Bruises
Saturday, 23 July 2011 09:02

misslitemp.jpgFür Beats & Bruises brauchte Miss Li aka Linda Carlsson für ihre Verhältnisse erstaunlich lange, bedenkt man, dass ihre ersten drei Alben innerhalb eines Jahres erschienen sind. Zwei Jahre dauerte es bis das neue Werk nun in den Startlöchern stand.

Wer Miss Li bisher gerne mit Attributen wie "niedlich" und ihre Musik als "unbeschwerte Mädchenmusik" abgetan hat, der muss seine Meinung mit dem Erscheinen von Beats & Bruises größtenteils revidieren.

Die Musikerin erkrankte in den vergangenen zwei Jahren schwer und hütete sechs Monate das Bett. Schon alleine deshalb ist das neue Werk deutlich melancholischer geraten als die Vorgänger. In Shoot Me besingt sie die Zeit der Krankheit, wohl am eindrucksvollsten in Thousand pills a day, a million days away.

Doch trotz ausdauernder Krankheit ist Beats & Bruises kein von Selbstmitleid und Schmerz durchtränktes Album geworden. Die Schwedin konnte ihre unbändige Lebenslust behalten und so sind die gewohnten und Miss Li-typischen Gute-Laune-Songs, in denen meist eine gehörige Portion Ironie schlummert, zu finden. Bestes Beispiel dafür ist Arrested. Darin besingt sie das Ende einer wilden Stockholmer Partynacht, als sie von der Polizei beim Wildpinkeln erwischt wurde.

Trotz deutlicher Parallenen zu den Vorgängeralben ist untrüglich, dass sich Miss Li weiterentwickelt hat. Gerade der Opener der Platte beweist dies eindrucksvoll. Devil's Taken Her Man ist ein innovativer Song, der durch eindringliches Pianospiel, entrückten und wunderschönen Gesang sowie energische Beats beeindruckt. Besser geht es kaum, so lohnt sich die "lange" Produktionszeit alleine schon für diesen Titel. Da warten wir auch in Zukunft gerne etwas länger, liebe Miss Li. Rebekka Schwarz

VÖ: 22.07.2011



Reinschauen: You could have it (so much better without me)

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