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Pardon Ms. Arden: Restless Legs
Friday, 05 August 2011 22:55

pardonmsarden_restlesslegs_sm.jpgSeit mittlerweile fünf Jahren spielen Pardon Ms. Arden inzwischen zusammen und haben sich in dieser Zeit vom ständigen Münchner „Local Support“ zur Headliner-Position auf Konzertplakaten in der ganzen Republik katapultiert. Mit energiegeladenen Konzerten und dem letzten, schlicht Pardon Ms. Arden betitelten, Album hat sich das sympathische Trio eine große Fan-Gemeinde weit über die bayerischen Landesgrenzen hinaus erspielt. Die Messlatte für ihren neuen Longplayer Restless Legs haben Pardon Ms. Arden damit vielleicht nicht ganz freiwillig sehr hoch gelegt.

Schon der Opener She Builds Her Walls Up beweist aber, dass Pardon Ms. Arden in ihrem Sound über einen wichtigen Faktor verfügen, der vielen ihrer jungen Kollegen heute fehlt: Wiedererkennungswert. Wer die Band irgendwann, irgendwo schon einmal gehört hat, kann den Song sofort als „typisch PMA“ identifizieren.

Mehr Britpop als Indie, mehr Oasis als Libertines – das ist es, was Pardon Ms. Arden auch auf Restless Legs wieder von den breiten Hipster-Masse abhebt. Hier sind drei Jungs am Werk, die ihre Instrumente tatsächlich spielen können und Mut zu eingängigen Melodien und geschickt arrangierten Harmonien haben. Tanzbar, geradeheraus und immer mit Ohrwurmpotzenzial – so haben wir diese Band kennen und lieben gelernt. Restless Legs knüpft nahtlos da an, wo Pardon Ms. Arden letztes Jahr aufgehört hat. Titel wie die erste Single Any Other Place oder Goldmines treiben wie gewohnt zur Tanzfläche und heben die Laune in weniger als drei Minuten um 100 %.

Dass sich die Band zwischen unzähligen Konzerten und Studiosessions dennoch deutlich weiterentwickelt hat, zeigt sich vor allem in den Songs, die über den für Indiebands meist recht engen musikalischen Horizont hinausblicken und Raum für leise Töne und sparsam eingesetzte Keyboards bieten. Ein echtes Highlight in dieser Hinsicht verbirgt sich ganz am Ende der Platte in der siebenminütigen (jawohl, 7:35 Minuten!) Ballade Letter to Lilly, bei der sogar Klavier und Cello zum Einsatz kommen. Überraschenderweise gelingt dieses ungewöhnlich zarte Arrangement der sonst so ungestümen Band ganz hervorragend.

Der letzte Track auf Restless Legs schließlich zeigt, dass Pardon Ms. Arden nicht nur eine Vorliebe für Britpop-Bands der 90er haben, sondern auch dem von uns allen fast glücklich verdrängtem Eurodance huldigen. Die rockige Coverversion von Haddaways Hit What is Love dürfte den Fans der Band als Zugabe von vielen Konzerten bekannt sein und bildet nun einen krönenden, selbstironischen Abschluss eines durchweg gelungenen Albums, dass trotz der hohen Erwartungen noch manch positive Überraschung bietet. Jetzt liegt die Latte für die nächste Platte aber wirklich verdammt hoch! Bettina Koch

VÖ 19.08.11

 

Reinschauen: Pardon Ms. Arden - Any Other Place

Pop-Up


Reinhören: Pardon Ms. Arden - What is Love

 

Pardon Ms. Arden live:

11.08., München, Backstage (mit Auletta)

10.09., München, Flowerstreet Festival

11.10., Stuttgart, Schocken

12.10., Frankfurt am Main, Ponyhof Club

13.10., Augsburg, Schwarzes Schaf

14.10., Köln, Werkstatt

31.10., Augsburg, One Night Stand Festival




soso..
max 2011-08-09 12:46:25

würd' ich ja gerne mal sehen, diese bundesweiten konzertplakate auf denen man
pardon ms. arden als headliner sehen kann. ;)
diese kritik liest sich als hätte
sie die mama von einem der jungs geschrieben. so proud.
awww..
:)
Lena 2011-08-09 15:34:47

Ein kurzer Blick auf die Tour-Rubrik der Band-Website bestätigt, dass die Jungs
in der Tat schon diverse Headliner-Shows in ganz Deutschland gespielt haben.
Also erst informieren, dann lästern. :)
ahaaa
Wurst 2011-08-22 22:08:25

Vielleicht wars nicht die Mama, aber zumindest eine enge Freundin, denn Sachen
wie "Wiedererkennungswert" einer Band wie PMA zuzuschreiben ist echt
weit weit weeeiiittttt hergeholt!Ne 90er Jahre Britpopcoverband braucht 2011
keiner mehr und dieses "selbstironische" Hardaway Cover setzt dem Ganzen
die Krone der Belanglosikeit auf!
Und das Review ist schlicht und ergreifend
nix!Vitamin-B Review, Promotext blind abgetippt, Null übern Tellerrand geguckt,
dann noch n bisschen Hipsterhass oben drauf und Violà!

Dass sowas Platz im
LAXMAG findet ist einfach nur schwach!

mel 2011-08-23 05:53:28

wow, man darf ne band nicht mehr einfach mögen? wahnsinn. bisher hab ich das
hier sehr geschätzt. aber klar, wenns an deinem hipster-ego kratzt...
Seltsam...
Kim 2011-08-23 19:05:25

Wenn die Medien das neue Strokes-Album hochjubeln (das meiner Meinung nach
übrigens höchstens mittelmäßig ist), stört sich keiner dran. Bei einer
guten Rezension für eine lokale Band wird dann aber gleich der Vorwurf des
Gefälligkeitsdienstes laut. Das ist weder logisch noch fair. Mir gefällt
Restless Legs, und ich bin mit der Band weder verwandt noch befreundet, sondern
einfach Musikfan.
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