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Oh No Ono: Yes
Sunday, 13 January 2008 16:42

Dürfen bei Fotos nicht in die Kamera schauen: Oh No OnoPoppige Dänen, die einen musikalischen Cocktail aus sämtlichen Epochen abliefern, mit einer deutlichen Note BeeGees und achtziger Jahre Pop. So lautet eine kurze Beschreibung der Durchstarter Oh No Ono aus unserem nördlichsten Nachbarland. Durchaus interessant, aber sicher nicht leicht zu meistern. Ob sie es trotzdem geschafft haben all das unter einen Hut zu bringen sagt euch unser Redakteur Dominik.

 

Zugegeben: Was die Dänen von Oh No Ono abliefern gefällt nicht jedem. Sie mischen wahrlos Synthie-Pop aus den quietschbunten Achzigern mit Indieelemente aus der Neuzeit und schauen dabei in den Sechzigern und Siebzigern durch. Das Ergebnis ist ziemlich tanzbar, doch wenn der Helium-Gesang einsetzt kann es gut sein, dass sich die Tanzfläche leert. Die Tonlage ist schon sehr hoch - kaum zu glauben, dass da ein Mann singt.


Wer jedoch bleibt, erlebt eine schöne Zeitreise mit Begleitern wie: Dem Gute-Laune-Stück mit dem bescheuerten Namen Ba Ba Baba Ba Ba Well Anyway, dem poppigen Tanks no Thanks und dem rockigen, sowie äußerst flinken Am I Right? ohne Micky-Maus-Stimme dafür aber mit großem Hit-Potential.


Dazwischen tummeln sich Lieder die auch auf BeeGees-Platten nicht aufgefallen wären (Pratical Money Skills For Life) und manchmal gar nach Kim Wilde oder Spandau Ballet klingen. Musik also, die einen entweder in die eigene Jugend zurück katapultieren oder an Autofahrten mit der Mutter erinnert, die so laut das Radio aufdrehte, dass man fast den Schnuller verschluckte.


Ankreiden muss man den fünf mit den lustigen Frisuren, dass sie bei all dem collage-artigen Sound vergessen haben, eine klar Linie zu schaffen. Sie fügen zu viele Ideen zu einem Lied zusammen, aus dem man wahrscheinlich drei hätte machen können. Klingt nach Luxus, ist aber teilweise zuviel des Guten und mag die Hörer überfordern, da die Ideen einfach nicht zu Ende gedacht werden. Den Leuten auf der Tanzfläche wird das egal sein, die Beine bewegen sich trotzdem.Dominik Hoferer



VÖ 09.11.07




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