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Howling Bells: The Loudest Engine
Sunday, 11 September 2011 17:46
howlingbells_loudestengine.jpg"Ich denke, dieses Album wird die Perspektive der meisten Leute in Bezug auf diese Band ändern," kündigte Sängerin Juanita Stein das dritte Album ihrer Band Howling Bells an. Wenn man dazu noch liest, dass The Loudest Engine von Killers-Bassist Mark Stoermer produziert wurde und die Band sich für Songwriting und Aufnahmen in die Wüste Nevadas zurückgezogen hat, kann man es erst einmal mit der Angst zu tun bekommen.

Der Opener Charlatan beruhigt dann zum Glück gleich. Es ist alles doch noch alles beim aAten bei den Howling Bells! Nach dem eher experimentellen letzten Album Radio Wars haben sich die Australier anscheinend wieder auf ihre alten Stärken zurückbesonnen - schwermütiger Garage-Rock, dominiert von der mal verletzlichen, mal kraftvollen, aber immer verführerischen Stimme von Juanita Stein.

Leider hält dieser erste positive Eindruck genau 2:54 Minuten, dann schlägt The Loudest Engine jene Richtung ein, die von der Band euphemistisch als „psychedelisches Album des 21. Jahrhunderts" bezeichnet wird. Übersetzt heißt das: belangloser barfuß-in-der-Wüste-Rock mit Selbstfindungseinschlag. Ein bisschen QOTSA, ein bisschen Sonic Youth (Twin-Gitarren!) und eine handvoll Doors vermischen sich zu songwriterischem Mittelmaß, während Juanita Stein dazu den Mond anheult.

Einziger Lichtblick neben dem starken Auftakt-Song ist die eingängige Ballade Don't Run, doch auch die kann The Loudest Engine leider nicht aus 40 Minuten orientierungsloser Oberflächlichkeit herausreißen. Die Band behauptet, mit Album Nummer drei endlich ihren Sound gefunden zu haben. Dafür klingt The Loudest Engine aber entschieden zu bemüht und konzeptlos. Bettina Koch

VÖ 09.09.11

 

Reinschauen: Howling Bells - Into The Sky

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