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The Horror The Horror: Wired Boy Child
Tuesday, 04 March 2008 01:00

The Horror is The Horror is The Horror The Horror!Uppsala, was haben wir denn da? The Horror The Horror sind mit ihrem neuem Album Wired Boy Child am Start, das einiges vermuten lässt: Stil, Kompetenz und einen würdigen Debut-Nachfolger. Schweden ist eben nicht mehr einfach so Schweden. Nina vom LAXMag weiß, warum.

 

Eine Zeit lang hätte man vermuten können, Schweden rocken um ihr Leben. Die Musiker aus dem kalten Norden wurden immer jünger, die Gitarren immer schneller und verschrammelter. Sverige-Rock als trendiges Pentant zum Brit-Rock. Dieser Welle tun The Horror The Horror keinen Abbruch - aber sie lenken sie in eine andere Richtung.

Wired Boy Child ist bereits das zweite Album der fünf, von Kennern der Band schon lange erwartet. Wurde ja auch Zeit, schließlich liegt die Erstveröfentlichung der Herren schon drei Jahre zurück. 2005 sind sie mit ihrem Debut in Deutschland durchgestartet, das dann aber schnell die Grenzen des Landes gesprengt hat und wie eine Lawine über Europa und Amerika hinweg gefegt ist.


Der Grund dafür wird einem aktuell wieder bewusst, wenn man auf die Plattenspieler aller Indie-Fans schaut: The Horror The Horror sind zurück. Mit einem Album, das mit seinen feinfühligen Vibes für unbeschwerte Gemüter sorgt. Es rockt so sehr wie seine Vorgänger, es frohlockt, es berauscht. Schweden-Rock abseits des inzwischen so tief gefrästen Klischees, sondern im Sinne der "Alten Schule". Mehr Strokes als Mando Diao, und dafür sind wir dankbar. Getanzt werden kann und darf noch immer, aber eben leichtfüßiger als es manch andere Kollegen derzeit vormachen.


Yes, Im Coming Out verursacht von zarten Pianotönen getragenes Gänsehautfeeling, das den Fuß wippen lässt - Miss You klingt verblüffend vertraut, obwohl es so sicherlich noch nie dagewesen ist - Wired Boy Child ist der Inbegriff eines Albumtitelsongs, wie man ihn sich auch von anderen Bands wünscht.


So ist der Name der Band zurecht gewählt, um ihn allen Zuhörern ins Hirn einzubrennen, damit man sie nie mehr vergisst. Das scheint allerdings sowieso unmöglich zu sein, angesichts dieses musikalischen Leckerlis, das sich Zweitalbum nennt. (Nina-Carissima Schönrock)


VÖ 07.03.2008




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