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Blackmail: Tempo Tempo
Friday, 28 March 2008 13:55

Macht ganz schön Tempo: Das neue Blackmail-AlbumFans von Blackmails Foe Or Friend können aufatmen: Die Band ist mit einer neuen Platte zurück und hat wieder zu ihrem ganz persönlichen, eigenen Sound gefunden. Mit melancholisch-tröstenden Gitarrenriffen und einem starken, aber an der Welt zweifelnden Aydo Abay offenbart Tempo Tempo, wie man sich als Band musikalisch weiterentwickeln kann, ohne sich selbst untreu zu werden.

 

Zum Reinhören: False Medication



Es lässt sich nicht leugnen: Was Kurt Ebelhäuser produziert, klingt wie durchkomponierte Poesie. Dass er sich bei seiner eigenen Band Blackmail ganz besonders große Mühe gibt, erklärt sich hier ja wohl von selbst. Genau deswegen ist "Tempo Tempo" ein wahres kleines Meisterwerk geworden, erfrischend, tragend und unbeschwerter als sein Vorgänger Aerial View.


Während sich die Koblenzer damals noch den Möglichkeiten absoluter Tragik gewidmet haben, hört man heute ein hoffnungsvolles und ermutigendes Schulterklopfen. Das neue und inzwischen sechste Album wirkt losgelöst und irgendwie vertraut. Blackmail, wie man sie nicht erwartet, aber sich erwünscht hatte - Blackmail in ihrer neusten und ursprünglichsten Schaffensphase zugleich. Auf du und du mit an Emotionen zerrenden Geigen und hymnenartigen Instrumentalparts.


"Tempo Tempo" ist ein deutlicher Schritt vom drei Jahre zurückliegenden Neuexperiment "Aerial View" weg, hin zum blackmaligen Zweitgiganten Foe Or Friend. Ein Mischwerk, dass die Band-typischen Ideen und Grundzüge von 2003 vermengt mit der Professionaliät und den vom Label City Slang unterstützten Möglichkeiten von 2005. Ein Blackmail-Opus eben, der hält, was man sich selbst davon versprochen hatte. (Philomena Kruse)



Besondere Anspieltipps: False Medication und It´s Always A Fuse To Live At Full Blast.


VÖ 28.03.2008




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