| Lapko: Young Desire |
| Wednesday, 23 April 2008 10:06 | |||
|
Vom Punkrock ausgehend haben sich die drei Freunde mit ihrer Musik zum härteren, Metal-lastigen Sound hin entwickelt. 2004 kam das Debüt The Arms heraus, zwei Jahre später folgte Scandal, mit dem sie sich dann nicht nur in Finnland einen Namen machten. Im Jahr 2008 angekommen, winkt mit dem neuen Album nun die Möglichkeit, sich auch im restlichen Europa ernsthaft zu etablieren. Young Desire legt dafür jedenfalls mit starken Drums, entsprechend harten Gitarren-Rhythmen und einem Gesang, der mal an Placebo und dann wieder entfernt an Björk erinnert, gut vor.
Abwechslung ist soweit auch garantiert. Bei Songs wie Sawyer the Brother oder Dead DiscoParanoid. Im Fall von Killer Whales könnte man dann sogar eine Kerze anzünden und im Halbdunkel ein bisschen einer verlorenen Liebe nachzuweinen - auch wenn es eigentlich eher um Umweltschutz geht, möchte man durchaus gern seinen Head bangen, bei anderen vielleicht doch lieber mit einem schnellen Wagen über die Autobahn heizen.
Deutlich spürt man die musikalische Erfahrung, die sich über die Jahre hinweg auf zahlreichen Bühnen angesammelt hat, da die Herren ihr Handwerk heute ganz eindeutig beherrschen. Anders als manche Jungrocker verschießen diese Finnen ihr Pulver nicht ohne weiteres. Das Tempo und die Power ihrer Instrumente zügeln sie zwar nur selten und doch schaffen es Lapko sich zwischendrin für ihre Melodien auch einmal Zeit zu lassen. Auf diese Weise entwickelt sich z. B. Not Your Son zu einem eingängigen Song, der durchaus auch auf jede Indiemix-CD passt. Zum Abschluss des Albums gibt es Funerals and Parties, sicher eines der besten und irgendwie finnischsten Stücke der Platte (mit Klavierbegleitung).
Ein gewisses Crossover-Maß ist letztendlich natürlich nie verkehrt, um verschiedenste Musikgeschmäcker zufrieden stellen: Dieses Album könnten Sie mögen, wenn Ihnen Muse, The Cure, HIM und ganz generell dünne Rocker in schwarzen Klamotten gefallen. Doch was Lapko von vielen (Nu-)Metal-Verwandten und anderen Bands unterscheidet, ist glaubhaftes Auftreten. Über die Musik hinaus ist noch das ganze Booklet voll von interessanten und persönlichen Gedanken und Statements. Diese Band bedient also zum Glück nicht ein Klischee des depressiven und vor allem dekonstruktiven Geschrei und Geschrabbels, sondern ist eben ein bisschen melancholisch-nachdenklich und eher kreativ-aggressiv. Mirjam Miethe
|
Die Finnen Malja (Gesang, Gitarre), Nordberg (Bass) und Heikkonen (Drums) sind nicht so ganz zufrieden mit der Welt, ihren Beziehungen, den Erinnerungen an die eigene Kindheit und der Umweltpolitik. Seit zehn Jahren tun sie dies unter dem Namen Lapko auch gemeinsam Kund. Young Desire heißt ihr drittes Album (benannt nach Lied Nr. 2) und This Is Aggressive Melancholy der erste Song. Diesen Titeln entsprechend bietet die Band eine Mischung aus lautem Metal, getragenem New Wave und den unüberhörbaren nordischen Untertönen.











Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...