| Alex Amsterdam: Stillness of a Moment |
| Friday, 16 May 2008 12:42 | |||
Wenn sich ein Augenblick manifestiert, als hätte jemand die Pause-Taste gedrückt, dann sieht das bei Alex Amsterdam etwas bedrohlich aus: Ein kleiner Junge mit lustigem Fransenhaar, wütend angespannte Lippen und das Kinderfäustchen geballt, bereit zum Schlag. Das Artwork auf dem Cover des Debütalbums "Stillness of a moment" des Düsseldorfer Singer/Songwriters Alex Amsterdam ist fraglos ein gelungener Einstieg. Die aufkeimenden Erwartungen werden durch den teilweise gar etwas belanglos dahinplätschernden Gitarrenpop aber ein bisschen enttäuscht.
Zum Appetit machen: Ausschnitt aus Burning my Cash
Alex Amsterdam, bürgerlich Alexander Rosin, ist ein junger Mann mit verklärtem Blick. Auch wenn der 27-Jährige gleich in der ersten Zeile des Eingangsstücks Some kind of bliss erklärt "I don't feel like I was born into the riches", so hat man doch beständig das Gefühl, gefangen zu sein in einer wohlbehüteten Plüschwelt. In There's nothing like it seems hat sich Alex Amsterdam mit den Zeilen
Hey, my little sunshine
ein Stück weit zum etwas zu frohsinnigen Psychotherapeuten zweifelnder Seelen gemacht. Was hier gewälzt wird, sind die Probleme eines unbeschwerten Lebens. Nun hat noch niemand gesagt, dass Wohlstandskinder keine Texte schreiben dürfen. Und tatsächlich gewinnt die Platte auch dort an Tiefe, wo es verzweifelter wird. On the edge ist ein schön-trauriges Stück, das getragen wird von unterschwelligen Elektro-Beats.
Sogar ein paar Folkelemente sind in Burning my cash zu finden, dem vielleicht besten Stück der Platte. Down with the sound wird garniert mit einem sporadisch eingesetzenden Cello und für die Verhältnisse der Platte beginnt Where's the eternity mit einem fast schon agressiven Bass-Angang, der von einem Schlagzeug fortgetragen wird.
Der gebürtige Bad Oeynhauser hat sein 39-minütiges Debüt in Eigenregie aufgenommen und vermarktet auch die Platte selbstständig. Er stand als Support schon mit den Kilians, Erdmöbel, Dirk Darmstädter und anderen auf der Bühne. Stillness of a moment ist eine von den musikalischen Arrangements her zweifelsohne gelungene Platte, aber ein Songwriter muss sich nun mal vor allem auch an seinen Texten messen lassen und diese kratzen die Oberfläche nur stellenweise auf. In einer Zeile von Alex Amsterdam: „Simple Songs stay No. 1". (Florian Zick)
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...