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T(I)NC: The Cross Of My Calling
Friday, 14 November 2008 01:00

Revolte, die Vierte: Das neue Album der Schweden ist daStarke Parolen der 68er Jahre schwingen durch die Lüfte und bündeln sich jetzt bereits zum vierten Mal auf einer kleinen silbernen Scheibe: Sie trägt den Titel The Cross Of My Calling und ist das neue Album von The (International) Noise Conspiracy, die ihre musikalischen Arme für dieses Werk weit ausgestreckt haben. Nina vom LAXMag über eine kleine Zeitreise.

 

Die einen kleiden ihre jugendliche Rebellion in Shirts mit der Aufschrift "Make love not war". Die anderen erklären der Ungerechtigkeit auf der Erde einen lebenslangen Kampf. Zu letzteren gehören die vier Schweden von T(I)NC, die es nicht müde werden, sich Zeit ihres Daseins um eine bessere Welt bemühen. "Wir sitzen alle hier und reden über Revolution, aber wie weit sind wir bereit zu gehen, um das Gequatsche endlich in etwas Reales umzuwandeln?", fragt sich Sänger Dennis Lyxzén und thematisiert diesen Aufruf auch ganz klar auf dem neuen Album.

 

Revolutionäre Gedanken kennen wir bereits von diesem Schweden, schließlich ist er ein alter Hase im Musikgeschäft und kämpft schon länger gegen Diskriminierung, Frauenfeindlichkeit und den Kapitalismus. Der Teufel ist überall, Krieg ebenso und auch die Abscheu gegenüber der Bush-Regierung, die in Washington Bullets zur Rechenschaft auffordert, ist nicht ganz neu.

 

Während diese Themen das neue Album tragen, hat Lyxzén allerdings noch einen neuen Bereich für sich entdeckt: Die Grunderschütterung der Männlichkeit, die er in in Assassination of Myself thematisiert.

 

Weichei-Attitüde lässt die Band allerdings nicht an sich ran und setzt auf volle Manpower: Herz und Hirn regieren die Texte, die musikalische Linie der Schweden mit Sounds der 60er Jahre, Punk-Gitarren und melodiösen Harmonien wird auch auf The Cross Of My Calling beibehalten. Eine Platte, unterhält und mahnt zu gleich, die Füße zappeln und den Kopf wackeln lässt. Ergo: Auch das vierte Album ist ein gutes Album. Jede hat auch ihren Spitzentitel, an dieser Stelle sei deswegen empfehlend auf Arm Yourself hingewiesen. Nina-Carissima Schönrock

 

 

VÖ 14.11.08




Kenner 2008-11-20 11:03:27

Erstens: Es ist nicht das siebte Album der Band, sondern das vierte
reguläre.

Zweitens: In "Assassination of myself" geht es um das
Gegnteil des von dir beschriebenen, nämlich die Dekonstruktion des Maskulinen.
Nina-Carissima 2008-11-20 11:11:57

Danke für den Hinweis! Wie Du als aufmerksamer Leser wohl gemerkt hast, war die
Anzahl der Alben nur in der zweiten Erwähnung im Fließtext falsch, im Vorspann
hat es gepasst.

Den Teil mit der Männlichkeit habe ich neutralisiert und
hoffe, du bist damit zufrieden.
Kenner 2008-11-21 09:07:47

Ja, das hatte ich gesehen. Ich meinte nur die eine Stelle ;)

Den Teil mit der
Männlichkeit könnte man sogar noch anders auslegen. Als Dekonstruktion der
Maskulinität.

In der aktuellen VISIONS meinte Gitarrist Lars
Strömberg:"Das Problem ist, dass dir als Mann so viel in die Wiege gelegt
wird."

Und Dennis Lyxzén:"Man erwartet von dir, dass du deine Rolle
ausführst, dass du als Mann die Frau unterdrückst - selbst wenn wir diese
Rolle nicht wollen." So viel zur Intention des Künstlers.

Es geht um das
in Mode gekommene Thema "Gender", also die sozial konstruierte
Geschlechterrolle mit all ihren Zwängen.

Ich will dir da jetzt nicht zu viel
reinreden, wenn du den Song anders interpretierst, dann ist das natürlich
absolut legitim ;)
Nina-Carissima 2008-11-21 12:02:58

Vielen Dank. :) So war´s erdacht.

Also werte Leser, wie ihr seht, bekommt ihr
hier eine ganze Menge Infos zum neuen T((I)NC-Album! Kenner und ich freuen uns
schon jetzt auf eure Interpretation der Platte... ;)) Das könnte spannend
werden.
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