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Musikalische Zeitreisen in neuer Dimension: The Flames bringen mit ihrem neuen Werk die Sixties zurück, die Trashmonkeys zeigen, wie die Zukunft des Indie-Rock aussehen könnte – und The Low Frequency In Stereo sind ohnehin von einem anderen Stern.
The Flames: Caution: Heat Inside VÖ 03.04.09
Das dritte Album ist ja bekanntlich das schwierigste. Deswegen haben sich The Flames für ihr neuestes Werk Caution: Heat Inside auch viel Zeit und eine Menge Freiheiten genommen, ihren eigenständigen Sound weiter zu entwickeln und sich selbst gerecht zu werden. Bei der Entwicklung dieses Sounds hat man sich allerdings so stark an Bands aus den nördlicheren Gefilden Europas orientiert, dass das Ergebnis auch mit viel gutem Willen nicht mehr als eigenständig zu bezeichnen ist.
Dennoch hinterlässt die vorab ausgekoppelte Single Lunatic Dreams gleich mal einen guten Eindruck: Der Track ist tanzbar und mit einer eingängigen Melodie versehen. Ganz besonders fällt bei diesem Album auf, wie vielseitig Sänger Oliver Heydenreich seine Stimme einsetzen kann - er beherrscht die Tonleiter von fröhlichen Popsongs bis traurigen Balladen nahezu perfekt. Leider können die musikalischen Arrangements da nicht immer mithalten. Streckenweise wirkt das Ganze doch eher uninspiriert und arg bemüht, wie in Cape Tribulation. Höhepunkte des Albums sind eindeutig die Songs, bei denen sich die Band auf ihre Wurzeln im Poprock der 60er Jahre besinnt: On my way und Shake me machen einfach Spaß! Gute-Laune-Mod-Pop-Songs, die sich im Gehörgang festsetzen und zum Tanzen auffordern. Treibende Beats und eingängige Melodien – diese Spielart beherrschen die vier Mannheimer ganz klar und brauchen in dieser Hinsicht auch den Vergleich mit den anglo-skandinavischen Vorbildern nicht scheuen!
Trashmonkeys: Smile VÖ 03.04.09
Ja, dieses Album rockt. Und zwar so richtig! Schon der Opener Give that to me knallt, dass es eine wahre Freude ist. Die peitschenden Gitarren treiben uns gleich zum nächsten Kracher mit Ohrwurm-Garantie, Leaving Home. Schlag auf Schlag, Beat auf Beat, Riff auf Riff geht´s durch das Album, nur das stark an die Kinks erinnernde Dreammaker Avenue bietet eine kurze Verschnaufpause und lässt uns von sonnigen Tagen im Gras träumen. Doch bevor sich zu viel Melancholie einstellt, legen die Bremer gleich wieder fetzige Punkrock-Nummern nach und wagen sich auch mal in experimentelle Ska-Gewässer. Schließlich endet die Vergnügungsfahrt nach knapp 42 Minuten im Bowie-esken I´m a mess for Rock´n´Roll.
Mit Smile haben die Trashmonkeys sicher die beste und abwechslungsreichste Scheibe ihrer Bandgeschichte hingelegt. Mal ganz abgesehen davon, dass soviel Energie und Spielfreude schon lange auf keinem Album mehr zu hören war.
The Low Frequency In Stereo: Futuro VÖ 03.04.09 Es gehört wirklich viel Mut dazu, im Jahr 2009 ein Album mit einem dreiminütigen Instrumental-Track zu eröffnen. The Low Frequency In Stereo scheren sich jedoch kein bisschen um derartige Konventionen und nehmen uns mit ihrem neuesten Werk Futuro mit auf eine Reise in unbekannte Tongalaxien.
Kaum glauben Ohr und Hirn, eine Struktur im Musiknebel erkannt zu haben, löst sich alles wieder in einer Gitarren-Supernova auf und wandelt sich zu einem psychedelischen Hammond-Orgel-Stern. Die Norweger bedienen sich munter bei Vorbildern von The Who bis Anne Clark und schaffen dabei ihr ganz eigenes Klanguniversum. Tonnenschwere Riffs paaren sich mit atmosphärischen Keyboards, und über allem schweben locker-leichte Melodien. Besonders gelungen ist diese Kombination beim epischen Mt. Pinatubo und bei der Retropop-Perle Starstruck, während experimentelle Songs wie Texas Fox erst nach mehrmaligem Hören ihr volles Potenzial offenbaren. Futuro ist sicher kein leicht zugängliches Album, entwickelt aber eine nahezu mystische Faszination, wenn man sich erst einmal auf die fremden Klangdimensionen eingelassen hat.
Bettina Koch
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...