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Tanzbares Heimatgut ist längst keine Mangelware mehr, doch drei Platten schreien aktuell nach Aufmerksamkeit: Olli Schulz ist zum ersten Mal auf lauschenswerten Solopfaden unterwegs, die Nachwuchsmusiker von Leeds Club erkämpfen sich mit ihrer Debüt-EP eine dankbare Hörerschaft. Und Kick Joneses? Die legen nach Jahren der Studioabstinenz endlich ein neues Album nach. Ergebnis: Jubel!
Olli Schulz: Es brennt so schön Er hat den Blues nicht neu erfunden VÖ 13.03.09
Es gibt keine Möglichkeit, dem neuen Schulz-Album zu entkommen: Im Winter 2008 hatte Olli Schulz der Platte eine eigene Tour mit beeindruckendem Gastspiel von Home Of The Lame gewidmet, schon Wochen vor der eigentlichen Veröffentlichung tanzte das halbe Land zu Mach den Bibo. Es hätte der Eindruck entstehen können, dass Herr Schulz mit seiner ersten Solo-Scheibe gen Partyhitmix abzielt, doch weit gefehlt:
Es brennt so schön lebt vom neuen Erwachsensein des Hamburger Songwriters, der in gewohnter Manier sein Herz auf der Zunge trägt. Melancholisch-schöne und auch schwere Melodien lassen sich von den kritischen, ironischen und teils so gefühlszerschmelzenden Liederzeilen tragen und treiben - elf Songs gespickt mit Schulz´schen Lebensweisheiten, die bei alltäglichen Begebenheiten wieder zum fröhlichen Zitieren einladen. Also, Platte einlegen und ewig weiterleben, als würde es kein morgen geben.
Leeds Club: Debüt EP Den großen Bühnen würdig VÖ 13.03.09
Man stelle sich vor: Queens Of The Stone Age unterstützen Franz Ferdinand bei einem Gig zu Ehren von Elvis und The Doors. Leeds Club betiteln sich selbst zurecht als "groovy shit from great Bavaria" und liefern nun endlich Greifbares für das heimische Plattenregal. Auf ihrer ersten EP vereinen die Newcomer aus dem Chiemgau Retro-Klänge vergangener Gitarrenjahre mit raffinierten aktuellen Indie-Moves, wie wir sie sonst nur von britischen Insulaner kennen.
Sechs Titel füllen das Debüt, bauen aufeinander auf, stehen aber trotzdem ohne Mangelerscheinungen wunderbar für sich selbst und finden vor allem viel zu schnell zum Ende der Platte. Denn die instrumentelle Experimentierfreude der vier Jungs und der eingeflochtene Gesang mit Gänsehaut-Ambitionen entlocken dem Hörer 28 Minuten lang "Yeah!"´s und "Baby!"´s, die mehr Zustimmung und Begeisterung zum Ausdruck bringen, als ein Nicken unter Männern am Lagerfeuer.
Kick Joneses: True Freaks Union Willkommen bei Dr. Jekyll und Mr. Hyde VÖ 06.03.09
Punk allein, das war einmal. Weg von ihren Jahrzehnte alten Wurzeln wagen Kick Joneses mit ihrem neuen Album einen musikalischen Rundumschlag durch die Epochen. Angefangen beim Pop der 70er Jahre bedienen sich die sechs Kaiserslautener sämtlicher Rock´n´Roll-Elemente der Musikgeschichte und schaffen so eine absolut spannende Mixtur, die ohne Schranken an aktuelle Lieblinge der Szene erinnert.
Parallelen zu The Hives, den Donots oder wie im Song Scheuermann rettet die Welt auch mal zu Weezer finden sich bei Kick Joneses durchaus, aber auch diese gehören – ebenso wie der Sprachenwechsel zwischen Englisch und Deutsch - nur zu einem großen Gesamtplan, dessen Ziel es ist, das ganze zur Verfügung stehende Potential und alle möglichen Klang- und Wirkungsbereiche voll auszukosten. Ein Plan, der gnadenlos aufgeht.
Nina-Carissima Schönrock
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...