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Reingehört: Variety Lab, The Broken Family Band, Sophia
Thursday, 23 April 2009 01:00

Variety Lab, Borken Family Band und Sophia in der KritikGute Erziehung ist alles, wenn sie sich auch auf unterschiedlichem Wege zeigt. Während Variety Lab mit ihrem neuen Album ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen, erinnern The Broken Family Band daran, dass "bitte" und "danke" zum guten Ton (!) gehören. Und um zu beweisen, dass auch wir gute Manieren haben, sagen wir an dieser Stelle DANKE für zwei neue fantastische Alben, die in wirklich jeden Plattenschrank gehören.

 

 

 

 

Variety Lab in der KritikVariety Lab: Team Up!
Vorzeige-Musik
VÖ 24.04.09

Beck lädt Fat Boy Slim zum Videodreh einer Braune-Brause-Werbung ein, zu der die Kollegen der Flames wieder einmal den Soundtrack liefern. Gedanken wie diese begleiten die ersten Klänge des neuen Variety Lab-Albums - genauer gesagt die ersten dreieinhalb Minuten lang, denn schnell wird klar: Kein Titel ist hier auch nur annähernd wie der andere. Sieben Gastmusiker, darunter Donovan, David Bartholomé und Yael Naim, verhelfen der Scheibe zu einmaligen und treibenden Songs, durch deren Vielfalt dem Album die Form einer Compilation anhaftet.

Ob technoide Elektro-Sounds wie in Money (that´s what I want), Mireia´schen Surfer-Pop, 50er-Jahre-Lounge-Orchester im Background oder Power-Comic-Rock, der die Tanzbeine in die Knie zwingt: Variety Lab haben in drei Jahren Produktionszeit (der genaue Zeitraum ist sogar im Booklet vermerkt) ein kleines Meisterwerk geschaffen, wie man es selten in den Händen hält. Ein absolutes Muss für Partywütige, Plattensammler und alle, die bei ihren Freunden mit einer echten Indie-Perle angeben wollen. Grandiose Anspieltipps: Which way to go und Not enough. Nina-Carissima Schönrock



The Broken Family Band in der KritikThe Broken Family Band: Please And Thank You
Vorzeige-Manieren
VÖ 24.04.09

The Broken Family Band sind laut Homepage "Four men playing music in a group". Aus Cambridge und London kommen sie zusammen, da wird einem die Höflichkeit ja schon mit der Muttermilch eingeflößt. Nett zu den Mitmenschen sein, ist deshalb das Motto ihres neuen und siebten Studioalbums Please and Thank You. Eigentlich eine beachtliche Leistung bedenkt man, dass alle Bandmitglieder neben der Musik noch Vollzeitjobs nachgehen.

Dass sie nach wie vor weniger nach Brit-Pop klingen, und etwas mehr nach Country Rock, ist in ihren Augen kein Paradoxon. Sie mögen eben diese Art der Musik. Trotzdem haben sie auf ihrem neuen Album den Südstaatenflair abgespeckt und verzichten auf Banjos und sonstigen Dixie-Schnickschnack. Statt dessen klingen Akustikgitarren, Schlagzeug und Bass besser als je zuvor. Wir sagen Danke für ein Album, welches sich zur Aufgaben gemacht hat, die Welt vielleicht ein wenig besser zu machen. Unbedingt anhören: Mimi. Christine Bulla

 

 

 

Sophia in der KritikSophia: There Are No Goodbyes
Vorzeige-Melancholiker
VÖ 24.04.09

Diesmal ist der berufsmäßige Melancholiker Robin Proper-Sheppard noch ein bisschen niedergeschlagener als sonst. Im regulär fünften Sophia-Album There Are No Goodbyes haben sich Verzweiflung, Schwermut und morbide Liebesbekundungen (I just wanna die without you) wieder zu dramatischer Pop-Lyrik verknotet. Ausbrüche aus dieser mit Streichern orchestrierten Verzweiflung bleiben die Ausnahme.

Wer von Proper-Sheppard eine Stimme erwartet, die jeden Gesangswettbewerb gewinnen könnte, ist bei Sophia sicherlich falsch. Wer aber einem Mann und seiner Gitarre beim traurigem Schwelgen zuhören möchte, tut hier den richtigen Griff. Florian Zick






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