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Reingehört: Lawn, Scanners
Thursday, 30 April 2009 14:23

Scanners und Lawn in der KritikMusikfreunde aufgepasst: Hier kommt Verstärkung für das heimische Plattenregal! Lawn bewegen sich auf neuen und beeindruckenden Musikpfaden, die Scanners werden in ihrer Heimat als Durchstarter bereits hoch gehandelt. Wir haben für euch in beide Platten reingehört.

 

 

 

 

 

 

Lawn in der KritikLawn: Silver
VÖ 30.04.09

Den Sound der Holländer bringt das größte Musikmagazin aus deren Heimtland auf den Punkt: "Lawn kreieren Abenteuer auf elektrischen Gitarren". Das gelingt der Kombo zwar auch auf ihrer neuen Platte Silver, aber es zeichnet sich ab, dass sie die Stoner-Pfade, auf denen sie einst wanderten, in einer Hinsicht wohl nie ganz verlassen werden. Jeder einzelne Song, ob Balladen wie A Random Thought oder schnellere, rifflastige Nummern wie Downstream, ist auf seine ganz eigene Art von ungeheurer Schwere und Melancholie gezeichnet.

Diese erzeugen Lawn jedoch mit verblüffender Leichtigkeit. Durch zahlreiche atmosphärisch verwobene Elemente, die durchaus an Größen wie Radiohead erinnern, gepaart mit wunderschön schwermütigen Gitarren-Pop-Melodien, rhythmisch verpackt wie bei Placebo. Vielleicht ist gerade das der Grund dafür, dass die aktuelle Scheibe nur acht Songs und damit gut 30 Minuten kurz ist und man beim Hören trotzdem die Zeit vergisst.

So kitschig es klingt: Es ist die perfekte Platte, um graue Regentage gebührend zu untermalen. Für alle selbsternannten "Gute-Laune-Propheten" aber eindeutig ein Fehlgriff. Stephanie Gmeiner

 

 

Die Scanners in der KritikScanners: Violence Is Golden
VÖ 02.05.09

 

Die englische Presse überschlägt sich schon seit Wochen vor Begeisterung, jetzt wird das Debüt der Londoner Band Scanners endlich auch in Deutschland veröffentlicht.

 

Die Zwei-Jungs-Zwei-Mädels-Band hat sich dem derzeit so angesagten Mix aus Indie und Wave verschrieben. Dominiert wird der Sound klar von der vielseitigen Stimme von Sängerin Sarah Delay, die mühelos die wütende Energie von Karen O (Yeah Yeah Yeahs) mit der sanften Melancholie von Juanita Stein (Howling Bells) vereint. Musikalisch haben die Scanners auf Violence Is Golden zwar sicher nicht das Rad neu erfunden, verleihen ihm aber doch beachtlichen neuen Schwung. Gekonnt kombiniert die Band rockige Gitarren mit wavigen Keyboards zu abwechslungsreichen Songs, die für die Tanzfläche ebenso geeignet sind wie für ruhige Abende auf dem heimischen Sofa.

So hängt sich der Opener Joy mit seinem eingängigen Refrain sofort im Ohr fest, während die Single Lowlife überraschend treibende Beats mit zarten Geigenklängen verbindet. Changing Times erinnert mit seinen sphärischen Klängen leicht an PJ Harvey, High Flier wartet mit trancigen Keyboards auf, und mit Look What You Started gibt es auch noch eine hinreißend schöne Ballade zu hören.

 

Nahezu alle Songs überzeugen durch ausgefeilte Arrangements und die beeindruckende Gesangsleistung von Sarah Delay, die den Liedern eine ganz besondere Intensität verleiht. Und wer nach den 11 regulären Titeln auf Violence Is Golden dann noch nicht genug hat, darf sich auch noch über vier sehr gelungene Remixe einiger Album-Tracks freuen. Bettina Koch

 

Hier gibt´s den Song Lowlife der Scanners übrigens zum Gratisdownload ->




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