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Phoenix: Wolfgang Amadeus Phoenix
Monday, 18 May 2009 01:00
Phoenix_Wolfgang Amadeus PhoenixPhoenix melden sich mit einem neuen Album zurück. Die Herren aus dem schicken Pariser Vorort Versailles lassen mit Wolfgang Amadeus Phoenix ihr viertes Studioalbum auf den Musikmarkt los, das laut Band "schnell und intensiv" ist und bei dem sie auch vor der Einbindung großer Namen nicht zurückschrecken.

Produziert hat das Glanzstück erneut Produzent Philippe Zdar, der auch schon das Debut United gemischt hat. Das hört man sofort: Gemeinsam mit den Franzosen hat er tanzbaren Indiepop komponiert, der da ansetzt, wo frühere Singleauskopplungen wie der Hit Too Young aufhören.

Bereits mit dem Opener Lisztomanie schlagen Phoenix in die Vollen. Ein Stück, das ebenso gut jeden Brat Pack Film eröffnen könnte. Ist es deshalb Zufall oder Schicksal, dass diese Idee auch einem Fan kam und er die Schauspieler Molly Ringwald und Emilio Estevez aus den 80er Kulthits The Breakfast Club und Pretty in Pink zu den Klängen von Phoenix´ Beat und Gitarrensounds tanzen lässt? Passender könnte der Song nicht visualisiert werden und mehr Spaß machen auch nicht - und auch der Band selbst scheint die Idee zu gefallen, weshalb man das Video auf der offiziellen Phoenix-Seite betrachten kann.

Mit diesem Song geben Phoenix die Richtung des Albums vor. Die 80er Jahre sind kräftig dabei, viel Schlagzeug für den Beat, fröhliche Synthiemelodien, verzerrte Gitarren, teils anachronistische Rhythmen und die unverkennbare Stimme von Thomas Mars, die bis in die Falsett-Töne hinauf kommt. Mit 1901 zieht sich dieses Konzept weiter und lädt erneut zum Tanzen ein. Durchzogen von Synthiesounds singt Mars von der Relativität der Zeit: "Counting all different ideas driftin away. Past and present they don't matter not if you just sort it out."

Fences kommt als funkiges Discostück daher mit Phoenix-typischer Gitarre. Love Like A Sunset beginnt als Instrumentalstück, bei dem alle Register der Synthiemusik gezogen werden und sich helle Töne mit durchwobenem Baßgebrumme vermischen. Bei Armistice finden sich - passend zur Anspielung des Albumtitel auf einen sehr berühmten Österreicher - dann endlich auch einzelne Cembalo Passagen, die über fulminante Elektrosounds gelegt werden. Mozart, dem Namensvetter des Albums, hätte das bestimmt gefallen, war er doch für ausschweifende und vielseitige Kompositionen bekannt. Christine Bulla


VÖ 22.05.09


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