| Conor Oberst and the Mystic Valley Band: Outer South |
| Tuesday, 05 May 2009 23:59 | |||
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Conor Oberst gilt nicht umsonst als das Wunderkind der Indie-Szene. Bereits mit 15 Jahren nahm er im heimischen Keller seine ersten schmerzhaft-schönen Songs auf, die bei seinen Eltern aufgrund ihrer melancholischen Texte vermutlich ernste Besorgnis auslösten, von Freunden schwermütiger Klänge jedoch hoch geschätzt wurden. Seither beglückte Conor seine Fans nahezu jährlich mit einem Album seiner Band Bright Eyes, bis er sich 2008 wieder alleine ins Studio begab.
Keine zwölf Monate nach Veröffentlichung des selbstbetitelten Solo-Debüts steht nun auch schon der Nachfolger Outer South in den Regalen. Als erstes fällt auf, dass das Album unter dem Namen Conor Oberst And The Mystic Valley Band firmiert. Während die Band bisher nur als Conor Obersts Begleitmusiker in Erscheinung trat, war sie diesmal vollständig in den Songwriting-Prozess eingebunden. Somit ist Outer South auch kein Solo-Projekt mehr, sondern das gemeinsame Werk sechs äußerst begabter Musiker.
Und genau deswegen ist Outer South so eine wunderbare, außergewöhnliche Platte geworden. Der Opener Slowly (Oh So Slowly) lässt noch vermuten, dass die auf Conor Oberst eingeschlagene Richtung konsquent weiterverfolgt wird, doch schon der dritte Titel, Big Black Nothing, hält die erste Überraschung bereit, da hier plötzlich eine bisher unbekannte Stimme den Gesang übernimmt. Tatsächlich singt Conor nur auf etwa der Hälfte der 16 Titel die Lead Vocals, bei den restlichen Songs teilen sich die Gitarristen Nik Freitas und Taylor Hollingsworth sowie Drummer Jason Boesel das Mikro.
Das sorgt für viel Abwechslung und macht einmal mehr deutlich, dass es sich bei Outer South eben nicht mehr um ein reines Conor Oberst-Album handelt. Vielmehr bringt jeder Musiker seine eigenen Einflüsse und Ideen ein. So mutet das von Jason Boesel gesungene Air Mattress nahezu poppig an, während Taylor Hollingworth die bluesige Country-Nummer Snake Hill so überzeugend darbietet, dass man ihn nahezu einsam am Lagerfeuer sitzen sehen kann.
Selbstverständlich fehlen auch typische traurige Conor Oberst-Titel nicht. Besonders sticht hier White Shoes heraus, das Lua vom Bright Eyes-Album I'm Wide Awake It's Morning hinsichtlich deprimierender Schönheit in nichts nachsteht.
Auch die Texte auf Outer South tragen eindeutig Conors wunderschöne, geradlinige und doch poetische Handschrift. "The way I see it, we got plenty of time. It's going to happen, but just not over night. Bring a pack of cards and box of wine" besingt er etwa seine Liebe in Cabbage Town.
Im Gegensatz zu früheren Werken stehen bei Outer South jedoch nicht mehr die Themen Einsamkeit und Verzweiflung im Vordergrund. Titel wie Worldwide oder To All The Lights In The Windows wirken sogar nahezu fröhlich und lebensbejahend.
Gerade dieser Wechsel zwischen eindeutig Conor Oberst zuzuordnenden melancholischen Stücken und den Rock- und Blues-Einflüssen der Mystic Valley Band macht Outer South zu einem der vielschichtigsten und aufregendsten Alben des Jahres, auf dem sich bei jedem Hören wieder etwas Neues entdecken lässt. Eine Platte, die für glückliche Sommertage ebenso geeignet ist wie für einsame Winternächte. Bettina Koch
(VÖ 08.05.09)
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...